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Überfallserie in Dormagen
Polizei sucht nun mit Phantombild nach kleinem Räuber

Kleidungsstüche des 1,60-Räubers aus Dormagen
Kleidungsstüche des 1,60-Räubers aus Dormagen FOTO: Polizei Dormagen
Dormagen. Er soll mehrere Geschäfte in Dormagen überfallen haben, nun sucht die Polizei mit einem Phantombild nach einem nur etwa 1,60 Meter großen Serienräuber. Womöglich hatte der Mann einen Komplizen. 

Ein Spezialist des Landeskriminalamts hat ein Phantombild erstellt, mit dem die Ermittlungskommission "Messer" der Neusser Polizei nun nach dem Mann fahndet, der fünf Überfälle in Dormagen verübt haben soll. 

Die Ermittler wollen weiterhin nicht ausschließen, dass der Gesuchte einen Komplizen hatte. Bei allen Überfällen wurden die Täter als auffällig klein (nur etwa 1,60 Meter goß) beschrieben, die Angaben zur Statur schwanken jedoch. Mal soll der Täter kräftig, mal extrem schlank gewesen sein. Außerdem will der Betreiber eines überfallenen Sonnenstudios zwei Männer bei der Flucht beobachtet haben. 

Zweiter Überfall auf Dormagener Sonnenstudio am Samstag

Die Ermittler bitten weiterhin um Hinweise, Telefon 02131-3000. Zusätzlich hat einer der betroffenen Geschäftsinhaber eine Belohnung ausgelobt. 500 Euro erhält derjenige, der den Hinweis liefert, der den Täter überführt. 

Die fünf Fälle im Einzelnen: 

Überfall auf Dormagener Sonnenstudio am Donnerstag

Donnerstag, 31. August, Spielhalle 

Am späten Abend, gegen 22.20 Uhr, betritt der Täter das Casino an der Knechtstedener Straße im Dormagener Stadtteil Horrem. Vermummt und mit einem Messer bewaffnet bedroht er den an diesem Abend einzigen Angestellten. Er verlangt Bargeld, seine Beute - laut Polizei nur wenige Euro - packt er in einen gelben Plastikbeutel, dann flüchtet er in Richtung S-Bahnhof.

Zeugen berichten, der Täter sei schlank gewesen und habe dunkle Oberbekleidung und eine dunkle Mütze getragen. Außerdem soll er mit einem ausländischen Dialekt gesprochen haben und sein Gesicht mit einem dunklen Tuch vermummt haben. 

Mittwoch, 6. September, Tankstelle

Überfall-Serie in Dormagen FOTO: dpa, rwe tba

Wieder ist es später Abend, gegen 22.50 Uhr betritt der Angreifer eine Shell-Tankstelle an der Hamburger Straße in Horrem. Der Angestellten hält er ein Messer vor und fordert Bargeld. Mit seiner Beute flüchtet er anschließend in Richtung des nahe gelegenen Möbelhauses.

Die Mitarbeiterin der Tankstelle sagt, dass der Mann einen dunklen Kapuzenpullover und eine dunkle, weite Jogginghose trug. Zur Vermummung nutzte er ein graues Halstuch.

Donnerstag, 7. September, Sonnenstudio

Nur einen Tag später schlägt der Mann in einem Sonnenstudio in Horrem zu. Gegen 19.30 Uhr bedroht er eine Angestellte der Filiale und lässt sich wieder Bargeld aushändigen. Anschließend flüchtet er zu Fuß in unbekannte Richtung.

Hier beschreibt ihn das Opfer als kräftig und komplett in schwarz gekleidet. 

Samstag, 9. September, Bäckerei

Erstmals wählt der mutmaßliche Serien-Täter sein Ziel nicht in Horrem. Stattdessen raubt er gegen sieben Uhr am Samstagmorgen eine Bäckerei in der Piwipper Straße im Dormagener Stadtteil Rheinfeld aus. Dieses Mal hat er zusätzlich zum Messer noch eine Pistole dabei und erbeutet Bargeld, ehe er in unbekannte Richtung flieht.

Die Angestellten der Bäckerei beschreiben ihn als dünn. Statt hinter einem dunklen Tuch versteckte er sein Gesicht dieses Mal hinter einer weißen Stoff-Sturmhaube. Dazu trug er erneut einen Kapuzenpullover und eine schwarzen Hose.

Samstag, 9. September, Sonnenstudio

Nach seinem morgendlichen Überfall kehrte der 1,60-Räuber am Nachmittag wohl nach Horrem zurück. Hier überfiel er gegen 15 Uhr erneut das Sonnenstudio an der Hamburger Straße. Die Angestellten bedrohte er dieses Mal mit einem Messer, anschließend flüchtete er mit einem geringen Geldbetrag.

Die Angestellten beschrieben ihn erneut als kräftigen, kleinen Mann mit dunkler Kleidung. Als Vermummung nutzte er wahrscheinlich einen dunklen Schal. 

(cbo)
 
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