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Schlaglöcher und Pfützen
Schützen wollen Zonser Rheintor-Parkplatz entwässern

Dormagen: Rheintor-Parkplatz soll saniert werden
Immer wieder bilden sich Schlaglöcher und Pfützen auf dem Rheintor-Parkplatz in Zons. Mit Schotter werden die Löcher aufgefüllt. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Der Rheintor-Parkplatz, den zahlreiche Touristen ansteuern, weist immer wieder Schlaglöcher und Pfützen auf. Das soll sich ändern. Von Carina Wernig

Bei starkem Regen bildet sich eine Wasserschicht auf dem Rheintor-Parkplatz vor den Toren des Touristen-Magneten Zons, was zu schlammigen Schuhen der Gäste führt. Ist das Wetter zu trocken, staubt es auf dem nicht befestigten Teil des großen Parkplatzes. Das soll sich ändern, wenn es nach Schützen-Chef Peter Norff geht: "Der Platz müsste auf Vordermann gebracht werden, unsere Besucher klagen uns oft ihr Leid."

Durch die nichtfunktionierende Drainage im Boden laufe der Regen nicht ab und sorge für Überschwemmung. Norff regt an, mit Zonser Vereinen gemeinsam für eine Verbesserung zu sorgen: "Wir 480 Schützen, darunter auch Tiefbauer, wären bereit, uns zu engagieren, dazu sollten wir uns mit allen mal zusammensetzen."

Dabei geht es dem Vorsitzenden der St.-Hubertus-Schützengesellschaft Zons nicht nur um das Schützenfest mit Zelt und Kirmes auf dem Platz am Herrenweg, sondern eher um Schießwettbewerbe am Deich oder Schützen-Treffen in der Pfarrscheune, bei denen der Parkplatz am Rheintor genutzt wird. Mit dem Aufschütten der Schlaglöcher sorgt Norff bereits jetzt oft dafür, dass tiefe Löcher verschwinden. "Allerdings missbrauchen einige Autofahrer den Platz ab und zu für Schleuder-Übungen, so dass eine Buckelpiste entsteht", berichtet Norff.

Auch sein Amtskollege Wiljo Wimmer von der KG Rot-Weiß Feste Zons, die im Zelt auf dem Parkplatz ihre närrischen Veranstaltungen anbietet, wünscht sich eine verbesserte Situation, ist jedoch "aus der Erfahrung heraus" eher skeptisch, was eine praktikable Lösung betrifft: "Der Parkplatz liegt im Vorflutgebiet, daher ist der Landschaftsschutz zu beachten, weswegen Tiefbauarbeiten nicht so einfach umzusetzen sind", befürchtet Wimmer. "Ich bin gern bereit, mitzuarbeiten, wenn es eine vernünftige technische Lösung gibt", meint er. Durch schwere Fahrzeuge sei der Untergrund zu verdichtet, als dass das Wasser abfließen könne.

Die Stadt unterstützt das "sehr erfreuliche Engagement der Vereine", so Stadt-Pressesprecher Harald Schlimgen: "Wir holen gern alle Vereine mit der SVGD an unseren Tisch, um Verbesserungs-Möglichkeiten auszuloten." Einen erneuten Versuch sei es wert, so Schlimgen. Falsche Hoffnungen sollen jedoch angesichts des Landschaftsschutzes nicht geweckt werden. Der Parkplatz, der nicht versiegelt werden darf, wird von der Stadtbus- und Verkehrsgesellschaft Dormagen, die in Zons rund 800 Parkplätze bewirtschaftet, immer wieder planiert.

Stadtmarketing-Leiter Thomas Schmitt von der SWD ist an einer guten touristischen Infrastruktur interessiert: "Auch Parken gehört in Zons selbstverständlich dazu. Mit der zuständigen SVGD sind wir im kontinuierlichen Austausch und regen Dialog zu diesem Themenbereich, um die Situation im Sinne der Einwohner und Gäste zu verbessern." Sein Vorgänger Guido Schenk sagt: "Lösungen für den stark frequentierten Parkplatz wurden mehrfach geprüft, aber Investitionen gescheut." Die neue Initiative "wird mit Sicherheit jeder begrüßen, der Zons liebt", so Schenk.

Quelle: NGZ
 
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