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Dormagen
Dormagen soll mehr Freifunk-Router erhalten

Dormagen. Wegen Folgekosten hat die Politik ein WLAN-Projekt abgelehnt, aber 5000 Euro für Freifunk in den Haushalt eingestellt. Von Carina Wernig

Mehr WLAN für alle Ortsteile - das könnte bald Realität werden, auch wenn der Hauptausschuss Dormagens Teilnahme an einem EU-Projekt zur Förderung von WLAN-Hotspots (öffentliche Internetzugangspunkte) wegen unkalkulierbarer Folgekosten ablehnte. Denn wie Bürgermeister Erik Lierenfeld erläuterte, würden durch das Projekt "WiFi 4 EU" lediglich die Kosten des Routers durch die EU gedeckt, nicht die Zusatzkosten.

Auf Vorschlag von Rafael Kazior, dem Fraktionsvorsitzenden von Piraten/Die Linke, sprach sich der Hauptausschuss einstimmig dafür aus, für die Freifunk-Initiative 5000 Euro in den Haushalt für 2018 einzustellen. "Damit könnten rund 140 Freifunk-Router für alle Ortsteile angeschafft werden", so Kazior, der auch anbot, die anderen Fraktionen bei Interesse über Freifunk zu informieren. Über den Haushalt wird nun in den nächsten Wochen beraten, bevor er am 7. Dezember vom Stadtrat beschlossen werden soll.

Noch nicht beschlossen sind mögliche Standorte für die Freifunk-Router. "Wir sollten zunächst schauen, wo sie möglich sind, da wir dafür ja immer jemanden brauchen, der uns ins Internet lässt", hatte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Jo Deußen angemerkt. Mitte 2018 soll in einem Hauptausschuss über die Standorte berichterstattet werden, wie die Verwaltungsspitze ausführte. Deußen hatte sich auch dafür ausgesprochen, nicht den Anbieter zu wechseln: "Zwei Systeme sind immer schlecht", hatte er gesagt, nachdem sich sein SPD-Amtskollege Andreas Behncke enttäuscht darüber gezeigt hatte, dass es keine Vollfinanzierung des WLAN-Ausbaus über das EU-Projekt geben werde, wie die SPD es beantragt hatte: "Wir sehen die Notwendigkeit, die Internet-Anbindung an öffentlichen Orten zu verbessern, aber sprechen uns auch gegen zwei Systeme aus." Auch die FDP sprach sich laut ihres stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Gerd Sräga "grundsätzlich für mehr Router" aus.

Quelle: NGZ
 
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