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Polizei warnt
Trickdiebe als "Fernsehtechniker" in Dormagen unterwegs

Dormagen. In Dormagen sind derzeit Trickdiebe unterwegs, die sich als "Fernsehtechniker" ausgeben. Mit ihrer Masche verschaffen sie sich Zugang zu den Wohnungen ihrer Opfer und stehlen dort Bargeld.

Laut Polizei wurde am Dienstag eine Seniorin Opfer eines solchen Trickdiebstahls. Gegen 10 Uhr klingelte ein Unbekannter an der Tür der 80-Jährigen in der Römerstraße. Der Mann gaukelte der Seniorin vor, von einem Telekommunikationsunternehmen zu kommen und den Fernseher überprüfen zu müssen. Während er mit der Fernbedienung zu Gange war, klingelte es erneut und eine zweite männliche Person stand im Raum, schilderte die Seniorin. Nach wenigen Minuten verließen beide Männer die Wohnung wieder. Am Abend bemerkte die Frau, dass Bargeld gestohlen worden war.

Der angebliche Fernsehtechniker war 30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und schlank. Er hatte schwarze, kurze Haare und trug einen schwarzen Anzug mit einem weißen Hemd. An der Jacke steckte eine Karte (Aufschrift unbekannt), er sprach akzentfreies Deutsch und machte einen gepflegten Eindruck. Sein Komplize war sehr ungepflegt, hatte eine untersetzte Figur und trug eine schmutzig-graue Jacke.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Tatortbereich gemacht haben oder Hinweise auf die Identität der beschriebenen Personen geben können, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131 3000 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Trickdieben schützen kann:

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch. Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine Privatwohnung? Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür durch einen Sperrbügel oder eine Sicherheitskette geschlossen.
  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
(lsa)