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Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf
TV-Moderator fordert 10.000 Euro nach Hunde-Angriff

Dormagen: TV-Moderator fordert 10.000 Euro nach Hunde-Angriff
Sascha Lauterbach im Landgericht. Die Hunde sollen ihm die Hand zerbissen und einen seiner Hunde schwer verletzt haben. FOTO: wuk
Dormagen/Düsseldorf. Wegen einer Hunde-Attacke ist QVC-Moderator Sascha Lauterbach am Dienstag mit einer Schadenersatzklage vors Landgericht Düsseldorf gezogen. Parallel läuft ein Strafprozess wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht Neuss.

Das war passiert: Beim Gassigehen mit seinen beiden Dalmatiner-Hunden im März 2016 war der Fernseh-Profi spätabends an der Dantestraße/Ecke im Dormagener Stadtteil Ückerath nahe seiner Wohnung von zwei frei laufenden Kangal-Hunden attackiert worden. Dabei haben die türkischen Herdenschutzhunde laut Lauterbach-Klage eine seiner Hündinnen schwer verletzt, bei Abwehrversuchen wurde auch der 38-jährige Medien-Mann in Hände und Beine gebissen. Dafür soll ein Nachbar nun bis zu 10.000 Euro zahlen, so Lauterbach. Ein Urteil ist aber noch nicht in Sicht.

Der Anwohner hatte sich die Groß-Hunde damals von einem Bekannten aus der Eifel nur "ausgeliehen" - angeblich zum Schutz vor Einbrechern. Dann hatte er die Tiere in seinem Vorgarten mit viel zu niedrigem Zaun laufen lassen. Das sollen Ermittlungen der Polizei nach der Attacke auf Lauterbach ergeben haben. Laut Klage hatte der QVC-Moderator versucht, die angreifenden Hunde mit bloßen Händen abzuwehren. Einer seiner Hunde konnte sich losreißen und flüchten, der andere wurde laut Klage erheblich verletzt. Lauterbach hatte ihn nach eigenen Angaben in eine Tierklinik gebracht. Vor dem Amtsgericht in Neuss hatte der Moderator geschildert, dass er bei der Hunde-Attacke Todesangst gehabt habe: "Ich war beim Psychologen und bin aus Angst wochenlang nicht mit den Hunden rausgegangen."

Tierarztkosten und Verdienstausfall sollen erstattet werden

Die Tierarztkosten für die Behandlung seines schwer verletzten Hundes und die Folgen seines einwöchigen Ausfalls als TV-Moderator solle der Anwohner nun erstatten. Der kam am Dienstag nicht zum Prozess in Düsseldorf, ließ ausrichten, er sei ja nicht der Halter der Angreifer-Hunde. Und doch hatte sich jener Anwohner kurz nach den Hundebissen bei Lauterbach entschuldigt. Das Amtsgericht Neuss hatte außerdem festgestellt, dass der Anwohner kein Deutsch spricht, einen Dolmetscher braucht. Aber: Als eine TV-Reporterin in Neuss sich erkundigt hatte, ob sie filmen dürfe, hatte der Angeklagte sofort mit Klage gedroht - auf Deutsch. Auch gegenüber unserer Redaktion hatte er sich nach dem Namen der Zeitung und dem Erscheinungstermin des Artikels erkundigt - ebenfalls auf Deutsch.

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Wann der Strafprozess neu aufgerollt wird, ist unklar. Über Lauterbachs Zivilklage will das Landgericht im März weiter verhandeln.

(wuk/ssc)
 
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