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Dormagen
Dormagen wirbt im Netz für seine Spielplätze

Dormagen: Dormagen wirbt im Netz für seine Spielplätze
Die dreijährige Erika und ihr einjähriger Freund Nicholas mögen den großen Spielplatz im Tierpark Tannenbusch. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Die Stadt positioniert sich als familienfreundliche Kommune und nutzt dazu jetzt auch die Online-Plattform www.spielplatztreff.de Von Stefan Schneider

In nächster Zeit wird man Klaus Güdelhöfer wohl des Öfteren mit der Fotokamera durch Dormagen streifen sehen. Der Leiter des städtischen Kinder- und Jugendbüros hat eine zeitintensive Aufgabe vor der Brust: Er will alle 80 öffentlichen Kinderspielplätze in Dormagen ablichten, um sie im Internet präsentieren zu können - ein guter Service für alle Eltern, die ihren Sprösslingen Abwechslung verschaffen und mit den Kindern neues Terrain erkunden möchten.

Veröffentlicht werden soll die mit Güdelhöfers Aufnahmen versehene Übersicht auf der deutschlandweiten Online-Plattform www.spielplatztreff.de, die der Verwaltungsmitarbeiter zufällig im Internet entdeckt hat, wie er auf Anfrage unserer Redaktion erzählt. "Ich habe mich daraufhin mit unserer Pressestelle darauf verständigt, dass wir uns da einbringen." Den Grundstein dazu hat er in den vergangenen anderthalb Wochen bereits gelegt; über 20 Plätze können sich Interessierte bereits online informieren, erste Bewertungen liegen auch schon vor.

Betrieben werde die Plattform, die auch als App fürs Smartphone funktioniert, von einem Kölner Ehepaar, das Güdelhöfer als "sehr nett und kooperativ" beschreibt. Und das Schönste: Durch die Präsentation ihrer Spielplätze auf diesen Seiten entstehen der Stadt keine Kosten, sie muss sich nur um die Pflege der Datensätze samt Fotos kümmern. ",www.spielplatztreff.de' finanziert sich über Werbung", sagt Güdelhöfer, der selbst überprüft hat, dass es sich bei diesen Anzeigen ausschließlich um solche handelt, die mit den von der Stadt angelegten Maßstäben zum Kinder- und Jugendschutz verträglich sind. Reklame für eine große Fast Food-Kette hätte Güdelhöfer nach eigener Aussage in diesem Zusammenhang für kritisch und unerwünscht gehalten. So aber hat er keine Bedenken.

Güdelhöfer sieht www.spielplatztreff.de als Chance, damit Ersatz zu schaffen für den sogenannten Kids-Plan, mit dem die Stadt früher im Internet auf Angebote für Familien und die jüngsten Dormagener Bürger aufmerksam gemacht hatte. "Dieses Portal mussten wir leider abschalten, weil es mit einem neuen Betriebssystem nicht kompatibel war. Seitdem war ich auf der Suche nach einer geeigneten Alternative", erläutert er.

Die glaubt Güdelhöfer nun gefunden zu haben. Und er denkt schon ein Stück weiter in die Zukunft. Wenn er mit der Dokumentation der 80 Spielplätze durch ist, könnten in einem zweiten Schritt bespielbare Schulhöfe und andere Plätze, die für Kinder und Jugendliche attraktiv sind, im Internet und auf der App abgebildet werden. "Die App kann man schließlich überall benutzen, egal, wo man sich gerade in Dormagen aufhält", sagt Güdelhöfer. So ließen sich beispielsweise auch der nächstgelegene Spielplatz oder ein anderes spannendes Ziel in der nahen Umgebung ganz fix ausfindig machen. "Unsere ,Touristenmagneten' wie zum Beispiel der Tierpark Tannenbusch sollten auf jeden Fall dabei sein", findet der Leiter des städtischen Kinder- und Jugendbüros. Und einen tollen Spielplatz gibt es dort obendrein.

Quelle: NGZ
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