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Schülerbetreung nach dem Unterricht
Dormagener FDP fordert Konzept für OGS-Arbeit

Dormagen. Eine gute Ganztagsschule zu finden, ist ein Glücksfall. Das glaubt jedenfalls die FDP - und ist damit nicht zufrieden. Fraktionschef Karlheinz Meyer kündigt an, einen runden Tisch zu gründen.

Dass es "nach wie vor kein einheitliches Betreuungskonzept und keine landesweiten Qualitätsstandards für die Betreuung unserer Kinder in Schulen nach dem Regelunterricht" gibt, macht die FDP "fassungslos". Wie sie jetzt in einem Schreiben mitteilt, fordere sie daher einen runden Tisch, an dem alle Beteiligten zusammen kommen sollen: "Eltern, Schüler, Vereine und Verbände, Lehrer und Politik sollen sich dort treffen, um ein einheitliches Konzept für den Offenen Ganztag zu entwickeln, das sich am Wohl und an der Förderung unserer Kinder orientiert und die Wahl der Ganztagsschule für Eltern nicht zum Glücksspiel werden lässt", äußert sich Karlheinz Meyer, Fraktionsvorsitzender und Landtagskandidat der FDP.

Meyer bezieht sich auch auf einen Bericht des WDR, in dem der Satz fiel: Eine gute Ganztagsschule zu finden, ist ein Glücksfall. Diese Aussage, so Meyer weiter, lege den Finger in die Wunde, die die Freien Demokraten in Dormagen schon mehrmals beschrieben haben. "Es geht um die kontinuierliche Qualität der Betreuung in der OGS", betont der FDP-Politiker.

Wichtig sei, so ist in dem Schreiben weiter zu lesen, dass es keine Unterschiede geben dürfe. "So steht den Kindern an der einen Schule ein ausreichendes Angebot an Hausaufgabenbetreuung, Förderung und vielleicht sogar Sport und Spiel zur Verfügung und an der anderen Schule werden sie bestenfalls von unterqualifizierten Teilzeit-Jobbern beaufsichtigt, wenn nicht sogar einfach nur verwahrt", fährt Meyer fort. Auch fände er es interessant zu wissen, ob sich Dormagen an der Umfrage des WDR beteiligt habe. Wenn NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann das OGS-Konzept als bundesweit vorbildlich lobe, dann müsse jedem Elternteil in Deutschland bange um die Betreuung seiner Kinder werden", äußert sich Meyer und: "Es kann doch nicht vorbildlich sein, wenn die Betreuung der Kinder eine Frage von Glück oder Pech oder Wohnort ist." Nach Meinung von Dirk Rosellen, Kreistagsabgeordneter und Jugendpolitischer Sprecher der FDP Dormagen, könne eine Ministerin ein Konzept nicht als vorbildlich bezeichnen, in dem allein nur die Kostenfrage über die Qualität der Betreuung entscheide.

"Die OGS-Betreuung befindet sich in einem Finanzierungsdilemma. Das schiebt die rot-grüne Landesregierung ganz einfach auf die Kommunen ab, indem die die mangelhaften Landesmittel ausgleichen müssen", so die Meinung des finanzpolitischen Sprechers der FDP Dormagen, Gerd Sräga.

Quelle: NGZ
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