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Betreuungskosten
Dormagener GroKo gegen höhere Kita-Beiträge

Betreuungskosten: Dormagener GroKo gegen höhere Kita-Beiträge
Trotz Anregung der GPA: Die Kindergarten-Beiträge sollen nicht steigen - da sind sich CDU und SPD einig. FOTO: L. Berns
Dormagen. SPD und CDU wollen Eltern nicht weiter belasten. Struktur ist zu überprüfen. Von Carina Wernig

Der Hinweis der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), dass die Kosten der Kita-Betreuung für die Stadt Dormagen sehr hoch seien und gerade das "verschwenderische" Angebot der 45-Stunden-Betreuung in den Kitas mit höheren Elternbeiträgen kostendeckender gestaltet werden könnte, wird in der Verwaltung und den beiden größten Fraktionen diskutiert. Dabei sprechen sich sowohl die SPD als auch die CDU gegen eine Erhöhung der Kita-Beiträge für Eltern aus.

Auch der städtische Erste Beigeordnete Robert Krumbein verweist auf die "rein wirtschaftliche Sicht der GPA". Dem gegenüber stünde die hohe Qualität der Kitas und die Tatsache, "dass Dormagen konkurrenzlos günstig im Bereich der erzieherischen Hilfen ist", sieht er einen Zusammenhang zwischen präventivem Angebot und später eingesparten Unterstützungsleistungen. Zudem sieht er keinen Handlungsbedarf zum jetzigen Zeitpunkt: "Die Novellierung des Kinderbildungsgesetzes sieht eine Rückkehr zu landesweit einheitlichen Kita-Beiträgen vor, da haben wir als Kommune womöglich bald schon keinen Spielraum mehr - unabhängig davon, wer die Landtagswahl gewinnt."

Eine Erhöhung der Gebühren - insbesondere in den höheren Einkommensstufen - sei für die SPD keine Option, so Michael Dries, jugendpolitischer Sprecher: "Dann könnten für Gut- und Besserverdiener Betreuungsplätze in Kitas unattraktiver werden." Die kinderfreundliche Stadt werbe mit Angeboten für junge Familien und könne klar nachweisen, "dass die frühkindliche Förderung sich auch über die Bereitstellung bezahlbarer KiTa-Plätze rechnet". Stadtrat Martin Voigt verweist auf die Pläne der Landes-SPD, die Kernzeiten in der Kita zukünftig komplett von Gebühren freizustellen: "Genau das wollen wir langfristig auch kommunalpolitisch umsetzen."

Auch die CDU wolle keine Kita-Gebührenerhöhung, wohl aber eine "Prüfung der Strukturen, wie es in der Koalitionsvereinbarung festgehalten ist", so der Jugendhilfeausschuss-Vorsitzende Jo Deußen.

Quelle: NGZ
 
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