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Dormagen
Dormagener Männer leben bewusster

Dormagen: Dormagener Männer leben bewusster
Wenn sie für Andere Speisen zubereiten (wie hier beim Waffelbacken im Malteserstift St. Katharina), sind kleine Sünden erlaubt, insgesamt achten die Mitglieder des Männerkochclubs Zons aber sehr auf gesunde Ernährung. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Mit dem heutigen Weltmännertag sollen die Herren motiviert werden, sich mehr Gedanken über ihre Gesundheit zu machen. In der Chemiestadt gibt es dazu schon vielversprechende Entwicklungen - etwa bei Sport und Ernährung. Von Stefan Schneider

Die Mitglieder des Männerkochclubs Zons haben's gut. In ihren Reihen ist das Thema Gesundheit nicht nur fest verankert, sondern auch fachkundig durch Spezialisten besetzt. "Wir haben einen praktizierenden Hausarzt und einen Zahnarzt dabei. Da ist es klar, dass bei der Zubereitung von Speisen auf die Hygiene geachtet wird und dass man sich Gedanken über den Inhalt macht", erzählt Vorsitzender Hans Uhr schmunzelnd. Für den heutigen Weltmännertag, der dafür werben soll, dass sich die Herren mehr Gedanken über ihre Gesundheit machen, ist der Kochclub folglich gut aufgestellt.

"Wir sind bestrebt, eine ausgewogene Küche zu kreieren, und greifen deshalb nicht auf Dosen oder Convenience-Produkte zurück, sondern nur auf frische Zutaten", sagt Uhr. Und noch etwas trägt zum Wohlbefinden bei: Die 14 Köche verstehen sich in erster Linie als "Spaßverein" , wie Uhr es ausdrückt: "Ein Evangelium machen wir nicht aus dem Kochen." Bei manchen Mitgliedern stehe die Geselligkeit sogar an erster Stelle.

Dass die psychische Gesundheit nicht zu vernachlässigen ist, sieht auch Rosemarie Langenberg so. Seit fast 40 Jahren gibt sie Koch- und Backkurse an der Volkshochschule Dormagen und behält in ihren Seminaren für Männer auch deren Gesundheit im Blick. "Kochen sollte nicht nebenher laufen; vielmehr sollte der Koch sich Zeit nehmen und mit allen Sinnen dabei sein. Dieses Erlebnis ist was für die Seele", meint Langenberg. Darüber hinaus legt sie wie die Herren in Zons Wert auf frische Waren. "Ich kaufe bei einem Landwirt in Straberg ein", erzählt Langenberg. Über 100 Zutaten muss sie in der Regel vor einem Kursus besorgen.

Wolfhard Nickel-Hamel kümmert sich unterdessen beim TSV Bayer Dormagen darum, dass Sport und Beweglichkeit bei Männern im gesetzten Alter nicht zu kurz kommen. Er leitet den Kursus "Fitness 50 plus" für Herren, trainiert wird donnerstags in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr. "Der Kursus ist so gut besucht wie lange nicht mehr", berichtet der Coach, der seit zwei bis drei Jahren gestiegenes Interesse der Männer an sportlicher Betätigung im mittleren und höheren Alter feststellt. Daran haben nach seiner Einschätzung die Frauen einen nicht unerheblichen Anteil, weil sie ihre Partner verstärkt motivierten. Die Arbeitgeber, die im Betrieb für Gesundheitsangebote werben, täten ein Übriges, um die Männer an das Thema heranzuführen. "Sport, der gesundheitsorientiert ist, war im Bewusstsein älterer Männer lange nicht sehr präsent", glaubt Nickel-Hamel. Dabei trage gerade der dazu bei, dass sie ihren (Arbeits-)Alltag besser überstehen würden. Denn die Allermeisten säßen zuviel.

Weltmännertag: 13 Gründe für das andere Geschlecht FOTO: AP

In sein individuell auf das Leistungsvermögen der Teilnehmer abgestimmtes Übungsprogramm baut Nickel-Hamel auch Lustiges wie das ein oder andere Witzchen mit ein. Aus gutem Grund, wie er erklärt: "Lachen beansprucht sehr viele verschiedene Muskelgruppen und ist deshalb ein wichtiger Trainingsinhalt."

Quelle: NGZ
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