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Dormagen
Dormagener singen Weihnachtslieder

Dormagen: Dormagener singen Weihnachtslieder
Die Texte der Weihnachtslieder wurden verteilt - und dann wurde kräftig gesungen. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Musik, attraktive Angebote sowie ein verkaufsoffener Sonntag - damit zogen die Veranstalter viele Besucher in die Innenstadt. Leider kamen zur Stadt-Wette nicht 300 singbereite Dormagener. Doch das "Micado" erhält 500 Euro. Von Vera Straub-Roeben und Anneli Goebels

Wenn das Rathaus zum überdimensionalen Adventskalender wird, der Duft von Glühwein und frischen Waffeln sich mit dem von gegrillten Bratwürstchen vermischt und Kinderlachen vom Karussel ertönt, dann ist der Weihnachtsmarkt in Dormagen eröffnet. Das ist er zwar schon seit einigen Tagen, doch seit Samstag erst offiziell. Bereits zum dritten Mal liegt die Organisation in den Händen der RTR-Event GmbH, Mitorganisatorin Silke Fasse ist bekannt als "gute Seele" des Weihnachtsmarktes, wie Guido Schenk sie bezeichnet, und verkauft unermüdlich Kaffee und Kuchen beim stimmungsvollen Basar im historischen Rathaus.

Am Morgen des ersten Advent sah es noch so aus, als sei die vorweihnachtliche Winterlandschaft perfekt vom Pulverschnee dekoriert, doch dann folgte der Regen. "Uns macht das Wetter nichts aus, die Resonanz ist gut, die Stimmung fröhlich", sagt Silke Fasse angesichts der zahlreichen Besucher. Doch die waren nicht genug, als es gegen 17 Uhr darum ging, eine Stadt-Wette der City-Offensive einzulösen. Gefordert hatte die, dass 300 Weihnachtsmarkt-Besucher zwei Weihnachtslieder singen müssen, damit das Jugendcafé "Micado" 500 Euro erhält. Gesungen wurde kräftig, und zwar "Oh Tannenbaum" und "Stille Nacht, HeiligeNacht" - allerdings wohl angesichts des miesen Wetters waren es keine 300 Dormagener. Doch das machte nichts: Robin Zur und Erik Krüger, die beiden Vorsitzenden der City-Offensive, drehten die Wett-Modalitäten ein wenig herum. Und so gab es für jedes der beiden gesungenen Lieder 250 Euro, also 500 insgesamt.

Familienausflug zum Weihnachtsmarkt. Im Hintergrund ist das Historische Rathaus mit den Bildern der Kindertagesstätten zu sehen. FOTO: Georg Salzburg

Wem es übrigens vor dem Historischen Rathaus zu turbulent war, der konnte sich in die "ruhige Zone" im Schatten von St. Michael zurückziehen und entweder den Geschichten des Nikolaus (Peter Büsgen) lauschen oder in aller Ruhe untermalt von besinnlichen Weihnachtsliedern eine Kerze dekorieren. Die Umsetzung dieser Idee entspringt einer Kooperation der Gemeinde St. Michael um Pfarrer Peter Stelten und der City-Offensive.

Abwechslungsreich und sehr jeck war mit den Bergpiraten, Mundgerecht und der Tanzschule Dirk Reisser das RTR-Bühnenprogramm. Die Fetzer hatten aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Neben dem "Budenzauber" fand gestern aber auch der verkaufsoffene Sonntag statt. Schon am frühen Nachmittag zeigte sich Ringcenter-Chef Hans-Dieter Lehnhoff sehr zufrieden mit dem kaufwilligen Publikum. Auch Jorgos Flambouraris von der City- Buchhandlung konnte nicht klagen, hätte es aber begrüßt, wenn dieser Tag näher an Weihnachten gewesen wäre. Der Handelsverband Nordrhein-Westfalen (HVNRW) bezeichnet den Start ins Weihnachtsgeschäft als vielversprechend. "Gut gefüllte Einkaufsstraßen und Geschäfte bestätigen die Erwartungen: Die Kunden haben Lust auf Einzelhandel und Kommerz", sagt Ruth Deuss, stellvertretende HVNRW-Geschäftsführerin.

Quelle: NGZ
 
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