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Dormagen
Dormagener stellen ihr Gesangstalent unter Beweis

Dormagen: Dormagener stellen ihr Gesangstalent unter Beweis
Rosi Giesmann (r.) und Norma Kohnert eroberten beim "Talentsingen" im Radio- und Phonomuseum die Bühne und ernteten viel Beifall vom Publikum. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Im Radio- und Phonomuseum zeigten Mutige, dass Singen Spaß macht und jeder es kann. Das Format "Talentsingen" kam gut an. Von Klaus Niehörster

Rita Kacmarzyk, die eng mit dem Radiomuseum befreundet ist, hatte die Idee. "Lasst uns doch einfach mal wieder ein Testsingen veranstalten", hatte sie vorgeschlagen. Und dann war es gestern Nachmittag so weit: Wer ein Instrument spielte, eine Schallplatte mitbrachte oder einfach solo singen wollte, war herzlich willkommen.

Viele waren es jedoch zunächst nicht, die den Mut aufbrachten, sich hinzustellen und zu zeigen, was sie konnten. Jedenfalls trauten sich nach anfänglichem Zögern immer mehr und folgten so der Aufforderung von Volkmar Hess, "am gemeinschaftlichen Erlebnis teilzunehmen und Spaß und Freude zu haben." Aaron Dappen, 15, machte den Anfang am Klavier, Rosi Giesmann mit Gitarre folgte. Sie steuerte sogar ein eigenes Lied bei, gefolgt vom Ohrwurm "It's a heartache" Auch Doris Trampnau bewies Mut und Schwung mit eigenem Text und Komposition: "Ich bin ein Bär, komm doch zu mir." Im Beifall bebte da der Vorraum des Phonomuseums und Volkmar Hess kommentierte treffend: "Das sind die Talente in Dormagen." Spätestens mit dem Schneewalzer waren Musikalität und Überschwang inmitten betagter Phonogeräte Trumpf, nur noch getoppt von der berühmten Schwäbischen Eisenbahn und einem Hit von Alexandra: "Zigeunerjunge, Zigeunerjunge..." Marion Kührlings darf nicht vergessen werden, die vor aller Augen und Ohren einen amerikanischen Hit einübte.

Das hatte was Improvisierendes und damit ganz und gar Echtes. Wie überhaupt der ganze Nachmittag von der Spontaneität lebte. Dem Urteil von vielen Chorleitern ist zu folgen, dass jeder, wirklich jeder, singen kann. Er sollte nur den Mut haben und sich seinem eigenen Talent stellen.

Solche Beispiele gab es im Dormagener Radiomuseum genug, wobei "die alten Hasen" mit ihrer Routine und ihrem ungebrochenen Mut ein besonderes Lob verdienen. Mindestens genau so viel Spaß hatten die Zuhörer, bei denen sich jeder insgeheim fragen sollte, ob er es den Solisten denn so ohne weiteres gleichmachen würde. Vermutlich trifft das nicht in jedem Fall zu. Das Experiment ist jedenfalls geglückt, kann ohne Zögern gesagt werden. Das war wirklich ein rundes Vergnügen.

Quelle: NGZ
 
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