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Dormagen
Dormagens Katholiken leben Barmherzigkeit

Dormagen: Dormagens Katholiken leben Barmherzigkeit
Papst Franziskus hatte im April ein Heiliges Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Es hat in diesen Tagen begonnen und endet am 20. November 2016. FOTO: KNA
Dormagen. In der Pfarrgemeinde St. Michael und im Seelsorgebereich Nord wird das Thema des vom Papst ausgerufenen Heiligen Jahrs aufgegriffen. Von Stefan Schneider und Gundhild Tillmanns

In den katholischen Gemeinden Dormagens wird das von Papst Franziskus ausgerufene und vor wenigen Tagen eingeläutete "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" auf vielfältige Weise begangen. Die Pastöre Peter Stelten (Pfarrgemeinde St. Michael) und Klaus Koltermann (Seelsorgebereich Nord) haben sich dazu einige Gedanken gemacht. Und Dormagens Ex-Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann organisiert als Kanzler der Ritterschaft vom Heiligen Sebastian in Europa eine Rom-Wallfahrt um Fronleichnam für die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen.

"Barmherzigkeit lässt sich nicht an einer bestimmten Veranstaltung festmachen", findet Pastor Koltermann. Er möchte diese Tugend eher als Leitgedanken, als Grundhaltung in die von ihm betreuten Gemeinden tragen. Dies soll zum Beispiel bei den Oktavfeiern in Nievenheim und Gohr Ende Mai/Anfang Juni vermittelt werden. "Die Verkündigung in den Gottesdiensten wird sich dann um das Thema Barmherzigkeit drehen", kündigt Koltermann an. Doch auch die Treffen des Kirchenvorstands, der Pfarrkonvent, die Familienmessen, die Frühschichten und die Unterweisung der Kommunionkinder sollen dazu genutzt werden, für die Notwendigkeit von Barmherzigkeit zu sensibilisieren - auch mit Hinblick auf die Flüchtlingssituation, wie Koltermann ausdrücklich anfügt.

Pfarrer Peter Stelten aus der Pfarrgemeinde St. Michael weist unterdessen auf die Weihnachtsausgabe des Pfarrbriefes hin, die sich dem heiligen Jahr unter diversen Gesichtspunkten widmet - aus Sicht der Gemeindemitglieder, aber auch theologisch und grundsätzlich. Den Anbetungsgottesdiensten mittwochs um 18 Uhr wird um 17.45 Uhr nun stets ein Barmherzigkeits-Rosenkranzgebet vorangestellt. "So können wir ein traditionelles Gebet mit einem aktuellen Thema verbinden", sagt Stelten. Die Diakone Klaus Roginger und Ronald Brings organisieren im Heiligen Jahr eine Rom-Wallfahrt vom 10. bis zum 15. Oktober. Wer noch mit möchte, muss indes darauf hoffen, dass die Warteliste "zieht": Nach jetzigem Stand sind alle 48 Plätze vergeben.

Heilige Jahre werden in der katholischen Kirche übrigens bereits seit 1300 von den jeweiligen Päpsten, in der Regel im Abstand von 25 Jahren, ausgerufen. Sinn eines Heiligen Jahres sei die Einladung, die Beziehung mit Gott zu erneuern und dies in der Beziehung zu den Mitmenschen sichtbar werden zu lassen, heißt es aus dem Erzbistum Köln. Nach dem "Heiligen Jahr 2000" sei das nun angebrochene ein außerordentliches "Heiliges Jahr". Denn die Eröffnung falle auf den 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils. "Es ist damit zugleich eine Einladung, das mit dem Konzil begonnene Werk fortzuführen. Barmherzigkeit sieht den Mitmenschen und tut das Naheliegende. Ganz gleich, ob es sich um eine materielle Notlage handelt oder um solidarische Unterstützung: Immer geht es um die konkrete Zuwendung", sagt Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

Quelle: NGZ
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