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Dormagen
Drei Bands rockten die Kulturkirche

Dormagen. "Sunny Side Up", "Soul On" und "SuperStrut" sorgten für Stimmung.

Trotz der sommerhaften Temperaturen fanden sich viele Musikliebhaber am Samstag in der Kulturkirche an der Ostpreußenallee ein. Denn beim Frühlingsfest der Kulturkirche Dormagen traten gleich drei Bands auf.

Den Start machte die Band "Sunny Side Up", die ihren Musikstil als Mischung aus Jazz, Funk und Wave mit Soulelementen beschreibt und mit selbst geschriebenen Liedern auftrat. "Wir lassen uns in keine Schublade stecken und nehmen viele verschiedene Einflüsse in unseren Songs auf", sagt die in Dormagen lebende Sängerin Doro Emondts. Die 2009 gegründete Band nahm 2015 ihr drittes Album "under the waves" (unter den Wellen) auf, aus dem sie auch den gleichnamigen Song spielte.

Ebenfalls mit Dormagener Beteiligung performte die Düsseldorfer Gruppe "Soul On" in der Kulturkirche größtenteils gecoverte Soullieder, beispielsweise Songs der britischen Sängerin Joss Stone, aber auch vereinzelt Lieder anderer Musikrichtungen, etwa von Adele. Bassist Niels Trapp ist aus Stürzelberg und die Saxophonistin Lucie Bergins wohnt in Zons. Für die seit fast zehn Jahren bestehende Band war es nach Krankheit und Wechseln nach über einem Jahr der erste öffentliche Auftritt. 2014 war "Soul On" schon mal Gast in der Kulturkirche. "Wir kommen immer gerne nach Dormagen" versicherte die Sängerin Annette von Danwitz.

Die dritte Band "SuperStrut" musizierte sowohl eigene Stücke als auch Interpretationen amerikanischer und englischer Bands im Stil von "Brand New Heavies" oder "Jamiroquai" in den Musikrichtungen Jazz und Funk. "Unsere Musik ist 95 Prozent Funk und fünf Prozent Jazz", sagt der Bassist Robert Lindmaier. Die Gruppe besteht seit 2014 in der aktuellen Besetzung und setzt sich "größtenteils aus ehemaligen Berufsmusikern zusammen, die vor 20 Jahren in verschiedenen Begleitbands zusammen gespielt haben. Dann haben einige beschlossen, wieder Musik zu machen, ihr Adressbuch aufgemacht und geschaut, wer Lust und Zeit hat", erzählt Lindmaier: "Wir sind semiprofessionelle Musiker und nehmen auch Platten auf, aber haben alle noch einen Hauptberuf und müssen nicht von der Musik leben."

Pfarrer Frank Picht, Organisator der Veranstaltungen in der Kulturkirche, war mit dem Andrang der Zuschauer zufrieden: "Die Bands haben viele Fans mitgebracht." Besucher Guido Koch ist regelmäßig bei den Veranstaltungen der Kulturkirche Dormagen, "weil es Super-Bands für kleines Geld zu hören gibt und besonders heute für 10 Euro drei Bands, das ist wahnsinnig toll! Bei Konzerten in Köln zahlt man viel mehr und hat eine schlechtere Sicht und Akustik", lobt Koch.

(clü)
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