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Dormagen
Drei junge Dormagener helfen in Israel

Dormagen: Drei junge Dormagener helfen in Israel
Pfarrer Peter Stelten verabschiedete (v.l.) Peter Ohngemach, Christina Loers und Natalie Esser in St. Martinus vor ihrer Abreise nach Israel. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Mit einem bewegenden Aussendungsgottesdienst verabschiedete sich die Gemeinde St. Michael von drei jungen Dormagenern, die monatelang in Jerusalem ihren Freiwilligendienst im Gästehaus und im Hospiz verrichten wollen. Von Carina Wernig

Ihr Ziel lautet nicht Urlaub, auch wenn sie weit weg von zu Hause sind. Sie sind nicht auf Sehenswürdigkeiten aus, auch wenn sie sich bestimmt in Jerusalem umschauen werden. "Auch Chillen ist nicht ihre Intention, die Drei wollen in christlichen Einrichtungen als Freiwillige helfen", fasst Pfarrer Peter Stelten im bewegenden Aussendungsgottesdienst in St. Martinus die Motivation der drei jungen Gemeindemitglieder zusammen, die sich in den nächsten Monaten in Israel aufhalten: Christina Loers und Natalie Esser werden für drei Monate im Paulushaus in Jerusalem, dem Gästehaus des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, in der Pilgerbetreuung mitarbeiten. Peter Ohngemach wird dort für ein Jahr im St. Louis Hospital, einem Hospiz für Schwerkranke, mitarbeiten.

"Ihr seid unsere Missionare, die Jesu Botschaft durch Euer Handeln in die Welt tragen." Denn mit ihrem Freiwilligendienst machen sich die jungen Dormagener aus ihrer christlichen Glaubenshaltung heraus auf den Weg, Jesus nachzufolgen, so Stelten: "Ich bin sehr froh, dass diese Nachfolge Jesu an den handelnden Personen so deutlich wird." Er schenkte ihnen je zwei "leichte Holzklötze", die zum Kreuz zusammenzustecken sind.

Zum Ende der Messe wünschte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Adolf Thöne den Freiwilligen "Alles Gute und Gottes Segen". Er erinnerte daran, dass Israel den Blick auf die Heilige Schrift verändere. Bürgermeister Erik Lierenfeld gab den drei Dormagenern, die Botschafter für Gemeinde, Glauben und Stadt seien, die besten Wünsche auf den Weg für ihre tolle und spannende Aufgabe: "Ich wünsche Euch, dass Ihr Menschen begegnet, die für Euch segensreich sind, und dass Ihr für Andere segensreich seid."

Allen drei Freiwilligen, die noch nie im Heiligen Land waren, hat Israel-Kenner Pfarrer Peter Stelten den Kontakt zum Deutschen Verein vom Heiligen Lande vermittelt, der die Arbeitsstellen organisierte. Der 19-jährige Peter Ohngemach, dessen Heimatkirche St. Maria vom Frieden ist und der 2016 sein Fachabitur am Marienhaus-Kolleg in Neuss gemacht hat, möchte vor dem Arbeitsbeginn im sozialen Bereich Erfahrungen sammeln: "Ich freue mich sehr auf die anspruchsvolle Aufgabe im Hospiz ab Anfang August", erklärte der Messdiener, der nach der Schule zwei Wochen in einem Pflegeheim gearbeitet hat.

Die beiden 24 Jahre alten angehenden Lehrerinnen Natalie Esser (St. Martinus Zons) und Christina Loers (St. Katharina Hackenbroich) waren ebenfalls Messdiener, gingen am NGK in dieselbe Klasse und freuen sich ab nächster Woche auf drei gemeinsame Monate im Paulus-Haus. "Wir werden an der Rezeption helfen, Gäste betreuen und die Mahlzeiten zubereiten", erklärt Esser, die gerade ihre Masterarbeit abgegeben hat. Sie studiert in Wuppertal Germanistik, Mathematik und Katholische Religion auf Lehramt, Christina Loers in Köln Latein und Geschichte auf Lehramt. "Israel reizt mich religiös, politisch und historisch, da passt es gut, dass ich mich auch sozial einbringen kann", sagt Loers, die im Chorhaus singt.

Quelle: NGZ
 
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