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Dormagen
Drei Konzerte berühren die Zuhörer

Dormagen: Drei Konzerte berühren die Zuhörer
Gemeinsam sorgten "Da Capo" und die beiden jungen Chöre mit Orchesterbegleitung für Gänsehaut-Momente. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Der Chor "Da Capo" und die beiden jungen Chöre "VoiceOver" und "TonArt" singen "The Christmas Way" in St. Michael. Von Carina Wernig

Hervorragende Sänger, passend zum Advent ausgewählte Lieder und Texte, ein unterstützendes Orchester mit Band, dazu die atemberaubende Akustik in der drei Mal voll besetzten Kirche St. Michael - und vor allem die Leidenschaft, mit der die jungen und etwas älteren Sängerinnen und Sänger ihre Stimmen erschallen ließen - die drei Konzerte der vereinigten drei Chöre aus dem Chorhaus St. Michael Dormagen unter der Gesamtleitung von Kantor Horst Herbertz waren ein Hör-Genuss erster Güte, den das Publikum bei allen drei Aufführungen mit langanhaltendem Applaus im Stehen belohnte. Zum 150-jährigen Bestehen des Bürger-Schützen-Vereins Dormagen hatte das Chorhaus diese Konzerte angeboten.

Das gemeinsame Projekt "The Christmas Way - Der Weg zur Weihnacht" von "Da Capo", dem Jungen Chor "TonArt" und dem Jugendchor "VoiceOver" machte Spaß - den begeisterten und berührten Zuhörern ebenso wie den Mitwirkenden. Das war nicht nur bei den Advents- und Weihnachtsliedern wie "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" oder "Tochter Zion" zu spüren, in die das Publikum bereitwillig einstimmte, sondern auch bei Liedern wie "I heard the bells on Christmas Day" oder "Shine your Light".Der Titelsong "The Christmas Way" vereinigte alle Sänger und Musiker zu einem berührenden Klangerlebnis.

Mit viel Schwung präsentierten die Jugendchöre in grün-schwarzer Kleidung und der "große" Chor in Rot-Schwarz einzeln und gemeinsam die stimmungsvollen Lieder aus aller Welt. Die knapp 120 Sänger brachten afrikanische Weihnachtsklänge ("African Noel") ebenso nach Dormagen wie schwedische ("Jul, Jul, strålande Jul") und amerikanische ("That's Christmas to me"), das a-cappella vom Jugendchor mit fünf Solisten - wie das Original von "Pentatonix" dargebracht wurde. Zum mitreißenden britischen Volkslied "Ding, dong, merrily on high" klatschte das Publikum am Samstagabend spontan im Rhythmus von Akkordeon und Querflöte mit. Leonie Herbertz und Simon Schlömer zeigten, wie gut ihre Solostimmen bei Mariah Careys "Jesus, oh what a wonderful child" miteinander harmonierten. Sandra Helmig-Pöppelmann brachte bei "Joy to the World" das Publikum zum Mitklatschen.

Auch der erste Satz des Orgelkonzertes B-Dur von Georg Friedrich Händel, dargebracht vom Rheinischen Oratorienorchester, wurde umjubelt, vor allem das begeisternde Orgelsolo von Johannes Güdelhöfer, ebenso das kraftvolle "For unto us a child is born" aus Händels Messias. Ob Horst Herbertz, Lisa Meier, David Mertin oder Gregor Loers - die vier Dirigenten wechselten sich unaufgeregt ab und sorgten engagiert für die richtigen Einsätze der Musiker und Sänger.

BSV-Chef Rolf Starke, der alle drei Aufführungen am Samstag und Sonntag besuchte, bedankte sich bei den Mitwirkenden für "fantastische Konzerte".

Mit der Zugabe von "Stille Nacht" setzten Chor und Orchester jeweils den umjubelten Schlusspunkt unter die rund anderthalbstündigen Konzerte, die alle Beteiligten mit einem Hochgefühl der Weihnachtsstimmung nach Hause gehen ließen. "Und darauf kommt es doch an", sagte ein ebenfalls begeisterter Pfarrer Peter Stelten am Samstagabend nach dem "ganz hervorragenden Konzert" voller Zeichen der Hoffnung: "Wir bereiten uns auf die Ankunft des Herrn vor, der für uns Mensch geworden ist und uns begegnen will. Diesen Kern der christlichen Botschaft nehmen wir heute alle mit", sagte Stelten.

Quelle: NGZ
 
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