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Dormagen
Eduard Breimann erklärt die Gründung des Bayer-Werks

Dormagen. Angekündigt wird ein "hochinteressanter Rückblick" und das Versprechen eines Vortrags "ohne Betrachtung durch die rosarote Brille": Eduard Breimann, ehemaliger Deichgräf, aber vor allem geachteter Heimatkenner und Historiker, wird am Freitag, 17. November, 19 Uhr in der Volkshochschule die Gründung des Bayer-Werks in Dormagen vor hundert Jahren darstellen.

Darin geht es auch um die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs. Es sollen verschiedene Aspekte beleuchtet, viele Fragen geklärt, Gerüchte, Vorwürfe und Unterstellungen zur Kriegswaffenproduktion angesprochen werden. Dieser Krieg prägte das Leben auch im Dorf Dormagen, in Zons, Nievenheim und den anderen Gemeinden, die heute zur Stadt Dormagen zusammengewachsen sind. Fehlende Lebensmittel, medizinische Mängel, sich ausbreitende Krankheiten, Trauer über Gefallene und verzweifelte Hoffnungen, prägten das Leben der Menschen im "friedlichen" Rheinland, sagt Breimann. Das Bayerwerk Dormagen wurde aufgebaut, nahm 1917 die Produktion kriegswichtiger Stoffe auf. Dazu wurden mehr als 2000 Menschen benötigt. Das musste Auswirkungen haben auf alle umliegenden Gemeinden. Welche Folgen hatte das für das Leben der Menschen in den umliegenden Dörfern? Breimann: "Es müssen Fragen geklärt werden, die sich um die Produktion von Sprengstoff-Komponenten und Giftgas drehen. Materiealien, deren Einsatz an den Fronten entsetzliche Folgen hatten. Haben die Gegner von Bayer Recht, die mit Schuldvorwürfen auch heute noch operieren? Was ist damals wirklich geschehen, wer hat Verantwortung für die fürchterlichen Kriegsgräuel? Eine Besonderheit: Die Ausstellung über 100 Jahre Bayer-Werk Dormagen wird anlässlich des Vortrags für einen Tag in der VHS aufgebaut.

(schum)
 
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