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Dormagen
Ehering im Sandkasten: Maya findet die Besitzer

Dormagen: Ehering im Sandkasten: Maya findet die Besitzer
Dort, wo der Ehering verloren und gefunden wurde, war der Ort der Übergabe: Cetin Ergün nimmt ihn von Maya entgegen. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Vier Monate war der Ring verschollen, dann entdeckte ihn die Neunjährige und startete einen Aufruf in den sozialen Medien. Von Klaus D. Schumilas

Sie feierten ein Happy End, das viele Menschen in dieser Woche im Sozialen Netzwerk Facebook berührte. Ayse Ergün bekam ihren Ehering zurück, den sie vor Monaten verlor, der vier Jahre alte Fabian sein heiß geliebtes Stofftier "Fanti". Doch der Reihe nach.

Wie an vielen Tagen sitzt Maya Skroblin-Wrotny im Sandkasten des Spielplatzes an der Paul-Ehrlich-Straße. Ihre kleinen Hände durchwühlen den Sand auf der Suche nach Überraschendem. Und wirklich, sie stößt auf einen "Schatz" - eine Art Kronkorken, wie die Neunjährige annimmt. Sie steckt ihn zu anderen Fundstücken in ihre Jackentasche. Irgendwann zu Hause, als ihre Mutter Ariane die Kleidung kräftig ausschütteln und die Taschen leeren will, rollt ihr der vermeintliche Kronkorken entgegen. Der entpuppt sich sofort als Ring, genauer gesagt als Ehering.

Mutter und Tochter sind sich sofort einig: "Der Besitzer muss gefunden werden, dafür ist ein Ehering viel zu wichtig." Ariane Skroblin-Wrotny macht ein Foto und postet es bei Facebook. Es dauert nur wenige Tage, bis sich eine junge Frau aus Duisburg bei ihr meldet. Der Türkin ist das Bild mit dem Ring direkt aufgefallen, weil sie an ihre Freundin Ayse Ergün denken musste, die vor Monaten ihren Ehering verloren hatte. Sie postet das Bild in der WhatsApp-Gruppe, die aus Freundinnen in der Region besteht. Die hochschwangere Ayse Ergün aus Dormagen erkennt diesen Ring auch prompt wieder. Ariane Skroblin-Wrotny merkt schnell, dass die Besitzerin gefunden ist: "Mir wurden Name sowie Datum genannt, die dort eingraviert sind." Ayse Ergün und ihr Ehemann Cetin sind glücklich. "Meine Frau hat lange gerätselt, wo sie den Ring verloren haben könnte. Ich habe schon überlegt, einen neuen zu kaufen", sagt Cetin Ergün. Der Clou an der Geschichte: Maya und die Ergüns wohnen nur wenige Häuser voneinander entfernt. "Wahrscheinlich hat meine Frau ihn beim Spielen mit unserem jüngsten Sohn verloren." Die Neunjährige wird, so verspricht Cetin Ergün, nicht nur ein großes Dankeschön, sondern auch ein kleines Geschenk erhalten.

Zur gleichen Zeit war Fabian kreuzunglücklich. Der Vierjährige hatte bei einer Einkaufstour mit seinen Eltern Stefanie und Tobias Sprengel sein Lieblingsstofftier "Fanti" verloren. Ob im Rheinparkcenter in Neuss oder bei Lidl in Neuss-Norf - niemand wusste es. Eltern und Großeltern suchten alles ab - vergeblich. Über Facebook wurde die Suche ausgeweitet und brachte zunächst außer Trost und unterstützende Worte kein zählbares Ergebnis. Auch Bürgermeister Lierenfeld beteiligte sich, indem er die Suchmeldung auf seiner Seite verbreitete. Nach drei Tagen Hoffen und Bangen und vielen Tränen bei dem Vierjährigen tauchte "Fanti" wieder auf. Eine Autofahrerin hatte den Stoffelefanten an einem Laternenmast befestigt in Derikum entdeckt. Im Haus der Sprengels herrschte natürlich Jubelstimmung und für den kleinen Fabian war vorzeitig Heilig Abend, weil sein größer Weihnachtswunsch in Erfüllung gegangen war. Aber zunächst musste "Fanti" mehrere Runden in Waschmaschine und Trockner drehen.

Quelle: NGZ
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