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Dormagen
Eier-Skandal: Kunden kaufen auf dem Wochenmarkt

Dormagen: Eier-Skandal: Kunden kaufen auf dem Wochenmarkt
Isabella Braun hatte gestern viel mehr zu tun als sonst. FOTO: kds
Dormagen. Der bundesweite Skandal um verseuchte Eier im Handel erreicht auch Dormagen. Zumindest für Isabella Braun im positiven Sinne: Die als "Eierfrau von Dormagen" bekannte Landwirtin, die seit 21 Jahren immer freitags ihren Stand auf dem Wochenmarkt aufschlägt, hatte gestern viel mehr zu tun als üblich. "Dabei habe ich am Morgen noch überlegt, ob ich weniger Eier in den Transporter packe", sagt sie. Sie nahm stattdessen mehr mit, die auch gut verkauft wurden, denn an ihrem Stand bildeten sich zum Teil Warteschlagen. Es kamen viele neue Kunden, sagt sie. "Die meisten haben als erstes gefragt, ob die Eier auch in Ordnung sind", sagt sie. Ihre Reaktion war eine Gegenfrage: "Wenn das nicht der Fall wäre, würde ich dann hier stehen?"

Den Eier-Skandal findet sie "schrecklich. Vor allem aber, dass massenhaft Hühner in engen Käfigen gehalten werden." Die 40-Jährige betreibt mit ihrem Mann einen Hof in der Eifel. Dort hat die Familie neben 150 Milchkühen eben auch 3000 Hühner, "in Boden- und Freilandhaltung", sagt sie. In der Woche legen die Hühner rund 15.000 Eier - im hohen drei- oder sogar vierstelligen Bereich wurden sie gestern wohl auch in Dormagen verkauft. Genaue Zahlen mochte Isabella Braun nicht verraten.

(schum)
 
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