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Dormagen
Ein 85-jähriger Kajakfahrer ertrinkt im Rhein

Kajakfahrer kentert im Rhein und stirbt
Kajakfahrer kentert im Rhein und stirbt FOTO: Miserius
Dormagen. An der Suche nach dem zunächst vermissten Leverkusener beteiligten sich auch gut 35 Feuerwehrleute aus Dormagen.

Die über dem Rhein kreisenden Hubschrauber gestern Mittag ließen nichts Gutes vermuten. Und die Sorge einiger Dormagener wurde schnell bestätigt: Auf dem Fluss hatte es ein schweres Unglück gegeben. Ein 85-jähriger Mann aus Leverkusen kam dabei ums Leben - er ist ertrunken.

Fünf ältere Herren waren am Morgen in Leverkusen-Wiesdorf mit ihren Kajaks zu einen Paddelausflug auf dem Rhein aufgebrochen. Nach wenigen Kilometern wurde der 85-Jährige vermisst. Nach einer groß angelegten Suche mit Rettungsbooten und zwei Polizeihubschraubern entdeckten Feuerwehrleute gegen 12.40 Uhr den im Wasser treibenden Mann. Sie zogen den Bewusstlosen an Bord ihres Boots und brachten ihn in Höhe der Marienkapelle in Monheim an Land. Doch trotz Wiederbelebungsversuchen und schnellem Transport ins Krankenhaus starb der 85-Jährige.

Nach Angaben des Monheimer Feuerwehrchefs Hartmut Baur war der Großeinsatz gegen 11 Uhr losgegangen. "Ein Lastwagenfahrer meldete uns, dass er an der Stadtgrenze zu Leverkusen-Hitdorf ein kopfüber im Wasser treibendes Kajak gesehen hatte. Tatsächlich fanden wir dieses Boot an einer Kribbe in Höhe der Gaststätte ,Virginia'." Einsatzleiter Thomas Greven ließ sofort die angrenzenden Feuerwehren Leverkusen, Köln, Dormagen sowie die Werkfeuerwehr Currenta aus dem Dormagener Chempark alarmieren, um die Monheimer bei der Suche zu unterstützen. Von der Dormagener Wehr beteiligten sich etwa 35 Kräfte aus Berufsfeuerwehr sowie den Löschzügen Delhoven, Zons, Stürzelberg und Rheinfeld an dem Einsatz. "Einsätze auf dem Rhein, insbesondere die Personensuche, sind immer sehr zeit- und personalintensiv", erläuterte Greven.

Die Polizei ermittelt nun die Unglücksursache. "Der Rhein hat seine Tücken", sagte Monheims Feuerwehrchef Baur. "Das erleben wir immer wieder."

(mei/ssc)
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