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Dormagen
Ein einheitliches Logo für Dormagener Produkte

Dormagen. Rainer Thiel MdL diskutierte in Zons mit Rewe-Vertretern und Landwirten über Nahversorgung. Von Carina Wernig

Die Stürzelberger Landwirtin Christine Kallen bricht eine Lanze für die Nahversorgung: "Jeder Stadtteil braucht einen Lebensmittelmarkt", fordert sie beim Gespräch über regionale Produkte im Rewe-Markt in Zons. Das gelte nicht nur, weil Bauern wie ihr Familienbetrieb die Märkte beliefern, sondern eben wegen der nötigen fußläufigen Versorgung aller Bürger, so Kallen. Damit rannte sie offene Türen beim Landtagsabgeordneten Rainer Thiel (SPD) ein, der über Verbraucherschutz und Entwicklung des Wirtschaftsmarktes gemeinsam mit Bürgermeister Erik Lierenfeld, Wirtschaftsförderin Gabriele Böse, Vertretern von Rewe und den Landwirten diskutierte.

Grundsätzlich seien für Rewe neue Märkte von 150 Quadratmetern Größe (in Bahnhöfen oder Innenstädten als kleiner Abholmarkt) bis zu 5500 Quadratmetern interessant, wie Ute Wichtmann, Referentin Personalentwicklung in der Rewe-Group, erklärte. Allerdings müsse es sich rechnen - und da spreche viel für die größeren Flächen. "Wir sind immer gesprächsbereit", erklärte sie. Zurzeit stehen die früheren Edeka-Märkte in der Rathaus-Galerie und in Delrath leer. "Es laufen Gespräche mit großen Handelspartner, allerdings ist die momentane Marktlage schwierig", sagte Lierenfeld.

Betreiber des Zonser Rewe-Partnerschaftsmarktes sind seit zwei Jahren Bernd und Ulrike Uderhardt, die mit etwa 30 Angestellten - darunter fünf feste Mitarbeiter und elf Teilzeitkräfte - die Kunden auf 1000 Quadratmeter betreuen. "Wir sind frei darin, so viele regionale Produkte anzubieten, wie wir möchten", erklärt Bernd Uderhardt. Und er bietet viele lokale Produkte der Bauern aus Dormagen an: "Die sind von guter Qualität." Zudem fielen lange Transporte weg. "Wir unterstützen unsere Partner bei ihrem Qualitätsanspruch", erklärte die Rewe-Referentin. "Bei uns wird trotz des Wirtschaftlichkeitsanspruch auch auf Tier- und Umweltschutz gesetzt."

Eine Idee der Obstbauern-Familie Max und Iris Busch vom Latourshof, fanden alle Gesprächsteilnehmer spannend: "Warum stellen wir nicht unsere Produkte, die aus Dormagen stammen, mit einem eigenen, einheitlichen Logo noch mehr heraus?" Wirtschaftsförderin Gabriele Böse will dieses Thema weiter verfolgen, ebenso sichtbare Hinweise für Gastronomen, wenn sie regionale Produkte verwenden.

Quelle: NGZ
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