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Dormagen
Ein Licht als Zeichen für Frieden

Dormagen: Ein Licht als Zeichen für Frieden
Warten aufs Friedenslicht: Dormagener hatten Kerzen mitgebracht. FOTO: Ati
Dormagen. Gut besuchte interreligiöse Aktion vor dem Jugendcafé "Micado" an St. Michael.

Rund 80 Dormagener kamen am Sonntagabend auf dem Platz vor dem Jugendcafé "Micado" zusammen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Viele hatten eine Kerze dabei, um sie am Friedenslicht aus Bethlehem anzuzünden und nach Hause zu tragen.

"Auf dem Weg zum Frieden" - das Motto der deutschlandweiten Friedenslichtaktion, die es seit 23 Jahren gibt - zog sich durch alle Redebeiträge, die Wolfgang Müller-Breuer, Leiter des Jugendmigrationsdienstes Rhein-Kreis Neuss, moderierte. Er wies darauf hin, dass die Aktion nicht nur für Christen, sondern "für alle Menschen guten Willens" gedacht sei. Das Friedenslicht symbolisiere die Nähe zu Gott und die Solidarität mit anderen Menschen, betonte Diakon Ronald Brings für die gastgebende Gemeinde St. Michael: "Es steht für den friedvollen Austausch verschiedener Kulturen, Nationen, Religionen und Menschen."

Eine "Friedenskultur in Dormagen" wünscht sich Bürgermeister Erik Lierenfeld, der auch für Dormagen zum verbalen Abrüsten und aufeinander Zugehen auffordert: "Wir brauchen eine gewaltfreie Kommunikation und keine aggressionsgeladene Form der Konfliktbewältigung." Das setze ein gleichberechtigtes Miteinander und den Verzicht auf Vorurteile und Ressentiments voraus. Wutbürger und Wutparteien würden keinem weiterhelfen, aber Mutbürger und Mut der demokratischen Entscheidungsfindung.

Liebe und Einigkeit seien Grundvoraussetzungen für ein friedliches Miteinander, sagte Fiona Missaghian-Moghaddam vom Rat der Religionen. Der Vorsitzende des Integrationsrates, Mehmet Güneysu, betonte die Bedeutung von Gerechtigkeit und Freundschaft für den Frieden. Arif und Sefer Ahmedoglu von der Ditib-Moschee trugen Verse aus dem Koran mit dem Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden vor.

Junge Geflüchtete und Schüler der Realschule Hackenbroich trugen ganz persönlich gestaltete Texte über eine Parabel der Sonne und des Windes ("Güte und Freundlichkeit sind immer stärker als Hass und Gewalt") und ihr Friedensempfinden in ihrem Umfeld ("Auch die Zugezogenen müssen sich anpassen und auf andere zugehen") vor.

(cw-)
 
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