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Dormagen
Ein Straberger für den Sport

Dormagen: Ein Straberger für den Sport
Früher leidenschaftlicher Fußballer, heute begeisterter Läufer: Josef Schoos ist Vorsitzender des FC Strabergs und seit 1992 Leiter der Leichtathleten. FOTO: Jazyk
Dormagen. Seit 18 Jahren leitet Josef Schoos die Leichtathletik-Abteilung des FC Strabergs. Jetzt ist der 63-Jährige als Vereinsvorsitzender wieder gewählt worden und macht sich weiter für die Belange der Straberger Sportler stark. Von Ellen Schlütter

Josef Schoos ist die Person, die in Straberg mit der Leichtathletik verbunden wird. 1992 hat er den Bereich Leichtathletik im FC Straberg übernommen, leitet die Abteilung bis heute. Was die wenigsten wissen: Eigentlich ist Josef Schoos Fußballer. "Bis zu meinem 35. Lebensjahr habe ich nur Fußball gespielt", verrät der 63-Jährige. Gerade ist er als Vorsitzender des Vereins – also auch zuständig für die Fußballabteilung – für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden.

Zum FC Straberg brachte ihn das Laufen. Als er 1969 ins Rheinland zog, kehrte er mit seinem Verein, dem FC Koxhausen, auch dem Kicken den Rücken. "Es ist schon schwer, als Fußballer das Laufen zu lernen", sagt Josef Schoos lachend. "Aber das hat mir schnell unheimlich viel Spaß gemacht." Nach Stationen in Delhoven und Stürzelberg verschlug es Schoos, der 33 Jahre technischer Mitarbeiter bei Bayer war, bis er vor drei Jahren in den Ruhestand ging, schließlich nach Straberg. 1989 trat er dem Verein bei. "Als ich drei Jahre später die Leichtathletik übernommen habe, hatten wir etwa 150 Mitglieder", erinnert sich Schoos. Heute zählt diese Abteilung mehr als 800 Aktive.

Josef Schoos selbst blieb beim Laufen, bildete sich als Übungsleiter für verschiedene Bereiche und Altersstufen weiter. Mit einer Ausnahme: "Nur Mutter-und-Kind-Turnen habe ich nie gemacht", räumt Schoos ein. Viele der heutigen Angebote hat er selbst initiiert: Kinderturnen, Wirbelsäulengymnastik, Gymnastik für ältere Menschen oder Wassergymnastik. Schoos investierte viel Zeit und Engagement in Nachwuchsarbeit auf professionellem Niveau. "Wenn man das ernsthaft betreibt, steckt da schon eine Menge Einsatz hinter", weiß er. Fortbildungen seien das A und O. Was einen guten Übungsleiter sonst ausmacht? "Er muss die Leute begeistern können", betont Schoos. Seit er den Posten als Vorsitzender übernommen hat, gibt er keine regelmäßigen Übungsstunden mehr, springt aber ein, wenn jemand krank ist. Dennoch – zwei Stunden am Tag sind für den Verein. Nur, wenn er und seine Frau Gerda Urlaub machen, nimmt er eine Auszeit vom Vereins-Treiben.

Da in Sachen neuer Sportanlage kein Ende in Sicht ist, formuliert er für die nächsten Jahre sportliche Ziele: Der Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A und weiter als Talentschmiede in der Leichtathletik glänzen. Ein paar Jahre will Schoos noch machen – eigentlich hatte er sich vorgestellt, noch die neue Anlage in Betrieb zu nehmen. "Das wäre schon ein schöner Abschluss."

Quelle: NGZ
 
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