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Dormagen
Elektro-Festival Vorbild für Top-Events

Dormagen: Elektro-Festival Vorbild für Top-Events
Sie haben die Planungen für das Elektrofestival im Griff: Thomas Rütten (Ordnungsamt), Simon Rodenkirchen, Valentin Gongoll, v. l. FOTO: Tinter Anja
Dormagen. Das "Strabi-Festival" am Samstag auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik ist organisatorisch so gut vorbereitet, dass es für die Stadt als "Blaupause" für nachfolgende Großveranstaltungen dienen wird. Von Klaus D. Schumilas

Fredo Schröder und Thomas Rütten sind nicht so schnell zu beeindrucken. Die beiden erfahrenen Mitarbeiter im städtischen Ordnungsamt haben schon viel gesehen, wenn es darum geht, die Organisation einer Großveranstaltung in Dormagen zu begleiten und sie letztlich zu genehmigung. Das, was sie derzeit erleben, bringen sie auf den Punkt: "Absolut professionell" sei das, was Valentin Gongoll und Simon Rodenkirchen auf die Beine stellen. Die beiden Studenten sind die Organisatoren des Elektro-Festivals "Strabi" am übernächsten Samstag auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik, zu dem rund 4000 Besucher erwartet werden.

Die Veranstaltungsfläche selbst ist längst gerodet, danach folgten Parkflächen und die Rettungszufahrten. Ende vergangener Woche wurden die ersten Bauzäune aufgestellt und ein riesiger Banner am Eingangstor aufgehängt. "Jetzt beginnt die Endphase", sagt Valentin Gongoll, der einen Kurzurlaub vorzeitig abbrach, "weil einfach zu viel zu tun ist". Heute oder morgen werden er und Rodenkirchen die Genehmigung der Stadt erhalten, die am Freitag "unterschriftsreif war", so Fredo Schröder. Das Besondere: Das "Strabi-Festival" (das gar nicht am Straberg-Nievenheimer See stattfindet) benötigt kein Sicherheitskonzept, hat aber ein "Konzept für Sicherheit", wie Thomas Rütten präzise unterscheidet.

"Ein Sicherheitskonzept muss vorgelegt werden, wenn eine Besucherzahl erwartet wird, die etwa einem Drittel der Bevölkerung entspricht, also gut 20.000 Gäste." Das ist am Samstag nicht der Fall. Auch werden keine besonderen Gefahrenmomente erwartet. Gleichwohl haben die Festival-Macher aus freien Stücken ein 113 Seiten starkes Gutachten von der Gesellschaft für Sicherheits- und Projektmanagement FGMQ in Nideggen-Schmidt erstellen lassen. "Vorbildlich", lobt Rütten das Engagement der jungen Leute. "Sie verhalten sich in ihrer Planung so, als würden 10.000 Besucher kommen." Die Inhalte dieses Gutachten und die gesamte Planung gelten inzwischen rathausintern als "Blaupause" für weitere Großveranstaltungen.

Wer zum Beispiel einen Blick auf den großen Übersichtsplan für das Gelände wirft, versteht warum: Die Zuwege zum Gelände für Fußgänger und Autofahrer sind perfekt geregelt. Vor allem die Fluchtmöglichkeiten sind ideal: "Denn das Areal ist so weitläufig und das eingezäunte Festivalgelände spielt sich nur auf einem kleinen Teil ab", sagt Rütten. Nur 15 Prozent des Zuckerfabrikgeländes werden genutzt. Die Strabi-Macher haben ferner umfangreich die Lärmbelastung untersuchen lassen. Der Gutachter wird am Samstag vor Ort sein, um gegebenenfalls reagieren zu können. Nach seiner Maßgabe wurde die Bühne positioniert, können aufgrund des modernen Equipments beim Soundcheck Musik und Boxen so eingestellt werden, dass die Lärmbelastung unter den Grenzwerten bleiben. Rütten: "Mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist nicht zu rechnen."

Quelle: NGZ
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