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Dormagen
Elvis "lebt" - und das mitten in Dormagen

Dormagen: Elvis "lebt" - und das mitten in Dormagen
FOTO: Dieter Staniek
Dormagen. Heute vor 40 Jahren ist ein ganz Großer der Popmusik gestorben. Das ist Grund genug, an diesen revolutionären Erneuerer zu erinnern, und einer ist dazu besonders prädestiniert: der Fotograf und Kameramann Egmont Worms. Von Klaus Niehörster

"A-bop-bop-a-loom-op-a-lop-bop-boom-Tutti frutti au rutti" - wer aus der etwas reiferen Jugend kennt diesen Song-Start nicht? Noch nach Jahrzehnten seines Ablebens treibt die anhaltende Verehrung ihre skurrilen Blüten. "Elvis lebt" - zwar behauptet manch einer das steif und fest und das ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Aber wenn einer sagt: "Hier wohnt Elvis", dann hat diese Behauptung einen gehörig hohen Wahrheitsgehalt. Elvis Presley, das Show-Genie der Popmusik, wohnt in Dormagen. Genauer gesagt, bei Egmont Worms. In seinem Vorgarten flattert zum Zeichen die Südstaaten-Flagge, und in deren Mitte prangt ein Konterfei des Sängers.

Das Innere des Hauses ist "Elvis pur". Überall finden sich Memorabilien, sind Bilder des Stars angebracht, wird an seine Militärzeit im süddeutschen Grafenwöhr erinnert, sind Tonträger in großer Zahl aufgereiht, Zeitungsartikel eingerahmt. Und dazu jede Menge Bücher. Eins davon hat Alfred Wertheimer geschrieben, der persönliche Elvis- Fotograf. Alles ist respekt- und liebevoll postiert und wird gepflegt von Egmont Worms. Dieser in seinem siebten Lebensjahrzehnt stehende begeisterungsfähige Fotograf und Kameramann entwickelte schon in früher Kindheit große Sympathie für den Rock ´n´ Roll, und dabei war er vor allem von Elvis begeistert. "Er sah super aus, und er hatte Charisma", umreißt er das gewisse Etwas des Entertainers.

In den lähmenden 50er Jahren löste dieser Newcomer eine regelrechte Revolution aus, erinnert sich Egmont Worms nicht unbedingt aus eigenem Erleben: "Seine Stimme, seine provozierenden Bewegungen auf der Bühne, die ihm das spöttisch-liebevolle Elvis the Pelvis eingetragen haben, ziehen heute noch viele Menschen in den Bann." Sein erster Hit war"Tuttifrutti", sein erster Film "Jailhouse Rock". Auch die allererste Aufnahme des Sängers kennt der Dormagener und bedauert sehr, nie an das Original herangekommen zu sein, nämlich die Single "That´s all right, it´s Mama", die Elvis seiner Mutter zum Geburtstag geschenkt hat.

Dann ging alles rasend schnell, und heute spricht man von an die 1 000 Songs, die Elvis im Repertoire hatte. Jedem davon hat er seinen Stil aufgedrückt, und das meiste davon wurde ein großer Erfolg. Auch der Dormagener Fan hat - wie Elvis - seinen Wehrdienst im süddeutschen Grafenwöhr abgeleistet. Sein beruflicher Werdegang brachte es mit sich, dass Elvis ein klein wenig in den Hintergrund rückte. Mit der Bekanntschaft des Elvis-Imitators Aaron King sei die volle Begeisterung aber schlagartig wieder da gewesen. Egmont Worms: "Wenn ich richtig gestresst bin, dann gibt es nur eins: Musik von Elvis Presley. Dann geht es mir wieder richtig gut." Dessen Songs langweilen ihn nie. Und immer noch entdeckt Egmont Worms berührende neue charakterliche Facetten bei seinem Idol.

Quelle: NGZ
 
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