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Dormagen
Erbentag schließt erste Phase der Deichsanierung ab

Dormagen: Erbentag schließt erste Phase der Deichsanierung ab
FOTO: Tinter Anja
Dormagen. Die Vorplanung der rund 57 Millionen Euro teuren Deichsanierung ist beendet. Einstimmig hat sich der Erbentag des Deichverbandes Dormagen/Zons jetzt für die Vorzugsvarianten in den beiden letzten Teilabschnitten entschieden: Am Heckhof in Stürzelberg soll ein mobiler Hochwasserschutz errichtet werden, der wenig Fläche verbraucht und die Bewohner nicht "einmauert", wie Deichgräf Reinhard Hauschild erläutert. Zudem werde die Oberstraße ein Stück weit verschwenkt, wodurch eine Gefahrensituation entschärft werde. Zwischen dem Currenta-Schalthaus und der Krimpsgasse wird der Deich zurückverlegt, um 67.000 Kubikmeter an Ausgleichs-Volumen zu erhalten.

Die Bezirksregierung habe signalisiert, vollstationären Hochwasserschutz weiter mit 80 Prozent zu fördern, mobile Elemente eher weniger: "Aber da ist noch nichts entschieden", so Hauschild. "Anders, als ich das am 30. Juni erklärt hatte, ist die Zusage der 80-prozentigen Landesförderung nur auf die Planungskosten, nicht auf die eigentliche Sanierung bezogen", sagt er nach Gesprächen mit der Bezirksregierung.

Mit wie viel Prozent das Land die mehr als 5000 Zwangsmitglieder bei den Sanierungskosten unterstütze, stehe noch nicht fest, so der Deichgräf, der seit April 2014 im Amt ist: "Bisher hat das Land meistens 80 Prozent gegeben, festgelegt sind 40 bis 80 Prozent." Hauschild legt nach: "Wer den Einstieg 2012 in die Große Lösung der Deichsanierung ohne rechtliche oder politische Zusagen als mutig empfindet, hat Recht." Um die Planungsentscheidungen habe der Deichverband mit den Ingenieuren der Arbeitsgemeinschaft gerungen und sie dann nach seinen eigenen Einschätzungen getroffen. "Die erste Kostenschätzung über 27 Millionen Euro konnte nicht stimmen, war viel zu niedrig", meint Hauschild.

(cw-)
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