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Dormagen
Erste Module für Flüchtlingshaus

Dormagen: Erste Module für Flüchtlingshaus
Die erste neue Flüchtlings-Unterkunft in Holzrahmen-Bauweise wird gerade am Sportplatz Horrem errichtet. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Die ersten Module sind eingetroffen und bereits miteinander verbunden: Am Sportplatz in Horrem am Rudolf-Harbig-Weg entsteht zurzeit die erste der fünf in Dormagen geplanten temporären Unterkünfte für Flüchtlinge, die für diesen Zweck drei bis sechs Jahre genehmigt sind. Von Carina Wernig

Geplant ist die Fertigstellung des Baus für 100 Flüchtlinge in den nächsten zwei Wochen.

Auch an der Baustelle an der Kieler Straße soll es in der nächsten Woche weitergehen. Dort soll das "Welcome Center" für 150 Flüchtlinge errichtet werden, wo sie nach ihrer Ankunft in Dormagen auch erste Sprach- und Kulturvermittlung erhalten sollen, bevor sie auf weitere Unterkünfte in Dormagen verteilt werden. Die weiteren drei bereits beschlossenen temporären Unterkünfte für jeweils 100 Flüchtlinge entstehen ab Mitte Mai am Sportplatz in Delhoven, Auf'm Pohlacker in Rheinfeld und an der Marie-Schlei-Straße in Nievenheim - mit der Fertigstellung rechnet die Stadt ab Ende Juni.

Angesichts des momentanen Zuweisungs-Stopp und damit geringen Zahlen als prognostiziert - zurzeit sind 766 Flüchtlinge in Dormagen untergebracht, zu denen noch 350 Plätze der ehemaligen Landes-Notunterkünfte gerechnet werden müssen -, hatte die Verwaltung in der Ratssitzung am 19. April vorgeschlagen, zunächst auf die Festlegung auf weitere Standorte für dieses Jahr zu verzichten. Ursprünglich waren insgesamt 15 neue Standorte für 2016 angedacht, für die auf zumeist städtischen Grundstücken Baurecht für temporäre Unterkünfte für bis zu sechs Jahre gilt, nicht aber für konventionelle Bauten. Wie im Rat vorgestellt, setzt die Stadt auf die Vermittlung in Wohnungen: Aus den zurzeit 141 sollen bis Ende 2016 sogar 271 Flüchtlinge in angemieteten Wohnungen werden.

CDU, Zentrum und FDP hatten in einem im Rat vorgelesenen Sieben-Punkte-Papier unter anderem den völligen Verzicht auf temporäre Standorte gefordert. Mit Verweis auf den Wohnungsgipfel des Landrats sprach sich die FDP nun in einer Presseerklärung dafür aus, "keine zentralen Provisorien für Flüchtlinge zu bauen", sondern "in zukünftigen Baugebieten auch öffentlich geförderten preiswerten Wohnraum zu schaffen", so FDP-Stadtverbands-Vorsitzender Torsten Günzel.

Quelle: NGZ
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