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Dormagen
Erster Feierabendmarkt wird zum Flop

Dormagen: Erster Feierabendmarkt wird zum Flop
Nur wenige Besucher nahmen das Angebot des langen Donnerstags, kombiniert mit einem Feierabendmarkt, an. Die Resonanz war schwach. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Bis 21 Uhr konnten die Dormagener am Donnerstag Geschäfte und Markt besuchen. Sie nutzten es jedoch kaum. Von Pauline Jenzelewski

Die Resonanz des Feierabendmarkts in der Innenstadt in Kombination mit dem ersten langen, verkaufsoffenen Donnerstag seit 20 Jahren war ernüchternd. Trotz des guten Wetters nutzten nur sehr wenige Dormagener die Möglichkeit, bis 21 Uhr einkaufen gehen zu können und die elf verschiedenen Stände auf dem Markt zu besuchen.

Woran es lag? "Was ist denn hier los? Markt am Donnerstag Abend?" fragten sich wohl nicht nur Claudia Gilges und Tordis Stecken, die zufällig nach der Arbeit am Feierabendmarkt vorbei kamen. "Wir wussten nichts davon, finden die Idee aber sehr gut", sagt Claudia Gilges. "Vor allem für Berufstätige ist es eine schöne Möglichkeit, nach der Arbeit noch auf den Markt gehen zu können." Werbung für den Feierabendmarkt und den langen Donnerstag wurde zwar in Form von Flyern und Plakaten gemacht, schien allerdings nicht viele Leute erreicht zu haben. "Die Leute wundern sich, dass wir heute hier sind", sagt auch Christian Sträter vom Wurstwarenstand. Seit zwölf Jahren steht er dienstags und freitags mit seinem Stand auf dem Markt. Der Donnerstag Abend müsse sich bei den Leuten erst noch etablieren. "Man könnte den Markt noch attraktiver gestalten, zum Beispiel durch eine Musikband", schlägt er vor.

Was allerdings wiederum eine Frage des Budgets ist. "Wir nehmen von den Händlern für den Feierabendmarkt keine Standgebühr", sagt Guido Schenk, Leiter des Stadtmarketings der SVGD. Man dürfe jetzt aber nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern müsse die Anlaufschwierigkeiten gemeinsam überwinden. "Den Händlern und uns war bewusst, dass der erste Markt schwierig werden würde, aber trotzdem sind wir motiviert", sagt er. Das bestätigt auch Dennis Reusrath, der auf dem Markt Grillspezialitäten anbietet. "Wir werden bei jedem Feierabendmarkt, der für die Zukunft geplant ist, dabei sein", sagt der Händler, dessen Vater schon seit 40 Jahren einen Platz auf dem Dormagener Markt hat. "Ich finde das Konzept gut und unterstütze es gerne."

Auch die Geschäfte, die gestern länger geöffnet waren, waren nicht gut besucht. Die Innenstadt leerte sich nach 18 Uhr eher, als voller zu werden. "Man weiß nicht, welche Geschäfte geöffnet haben, da ja nicht alle mitmachen", sagt Pia Heinrich, die den Markt mit ihrer Schwester besuchte. "Ich würde das Angebot aber auch in Zukunft gerne nutzen und hoffe auf mehr Werbung", sagt sie.

Für jeden zweiten Donnerstag im Monat ist das Projekt Feierabendmarkt zusammen mit dem langen Donnerstag in den Geschäften geplant. Der nächste Versuch soll am 14. Juli stattfinden "Wir werden daran arbeiten, den Markt zu optimieren, zum Beispiel durch musikalische Beiträge oder indem wir die Gastronomen einbinden", sagt Michaela Jonas von der Werbegemeinschaft CiDo. "Wir werden auch im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten versuchen, mehr zu werben."

Quelle: NGZ
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