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Dormagen
Erstes Ergebnis: Hund war vergiftet

Dormagen. Einer der beiden toten Hunde in Rheinfeld ist tatsächlich vergiftet worden. Das bestätigte gestern Harald Vieten, Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss. Das habe die toxikologische Untersuchung in der Universität Gießen ergeben. Allerdings steht noch nicht fest, um welches Gift es sich handelt.

Deshalb schaltete der Rhein-Kreis Neuss jetzt das Robert-Koch-Institut in Berlin ein. In Verdacht steht der an Bäumen auf der Streuobst-Wiese bei Rheinfeld aufgebrachte Biodünger Ricinusschrot der Marke "Manga". Harald Vieten dazu: "Dieser Stoff steht weiter in Verdacht in Verdacht."

Die schwierigen und aufwendigen Untersuchungen dauern etwa zwei Wochen. Vieten ist allerdings zuversichtlich, dass es schneller gehen könnte: "Dort wird auch der Dünger untersucht, so dass ein Abgleich vor Ort schneller möglich sein wird."

Nach WDR-Recherchen sind bereits in Ratingen, Köln, Hannover und in Süddeutschland Tiere verendet, die mit dem Giftstoff Ricin versetzten Dünger gefressen hatten.

Nach den ersten Todesfällen schrieb der Gesetzgeber eine Erhitzung des Düngers vor, um das Ricin unschädlich zu machen. Das Landesumweltamt prüft derzeit, ob der in Rheinfeld ausgetragene Dünger unsachgemäß behandelt wurde, insbesondere, ob er genügend erhitzt und vergällt wurde.

Quelle: NGZ
 
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