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Dormagen
Ex-TSV-Handballer verstärkt Sportservice der Stadt

Dormagen. Tobias Plaz ist neu im Team. Anja Jungmann übernimmt weitere Aufgaben im Sportbereich. Von Anneli Goebels

Die eine ist schon seit sechs Jahren dabei, hat jetzt ihre Arbeitszeit aufgestockt, der andere steht gerade einmal seit zwei Wochen in den Diensten der Stadt. Anja Jungmann und Tobias Plaz gehören beide zur Sportservice-Crew.

Vom Spielfeld an den Schreibtisch - ganz so krass war der Wechsel für den ehemaligen TSV-Handballer nun nicht. Denn bereits im vergangenen Jahr hatte der 34-Jährige seine aktive Karriere beendet. Und auch während der hat der gebürtige Baden-Württemberger sicher oft genug am Schreibtisch gesessen. Denn als er 2003 nach Dormagen zum damaligen Zweitligisten wechselte, begann er auch, in Köln Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Ökonomie und Management zu studieren. Und das Diplom brachte Plaz auch einen anderen Job ein. So war er beim TSV verantwortlich für den Bereich Marketing. Dort wird er stundenweise auch weiterhin arbeiten. Er nennt es seinen "Nebenberuf". Zuständig ist er künftig für die Organisation der Heimspieltage und hat zudem den sicher nicht leichten Auftrag, Zuschauer in die Halle zu locken, die in der kommenden Saison den Drittligisten anfeuern werden.

Beim Sportservice hat er einen Zweijahresvertrag, arbeitet 25 Stunden in der Woche. 26 Bewerbungen, sagt Stadtsprecher Swen Möser, seien bei der Stadtverwaltung eingegangen, neun Vorstellungsgespräche geführt worden. Verwaltung sei für ihn Neuland, sagt Plaz. Doch die Aufgaben, die vor ihm liegen, hält er für sehr spannend. 50 Dormagener Sportvereine betreut der Sportservice, dazu die Sportanlagen, das ProFit-Projekt für die Erstklässler und auch die Schwimmförderung in den Grundschulen. "Wir werden sehen, wie wir die Aufgaben verteilen", sagt Anja Jungmann. Die 46-Jährige, die in Gohr lebt und Mutter von drei Kindern ist, arbeitet seit 27 Jahren bei der Dormagener Stadtverwaltung, unter anderem im Sozial- und Schulverwaltungsamt. Seit 2010 gehört sie zum Sportservice. Ihre Arbeitszeit hat sie gerade von 20 auf 35 Wochenstunden aufgestockt.

Handball-Trainer zu werden, war für Plaz übrigens nie eine Option, auch wenn er nach dem Rücktritt von Trainer Jörg Bohrmann im März als Interimscoach fungierte. "Schon als Spieler wusste ich, dass ich irgendwann aus dem Rhythmus, jeden Abend zu trainieren und am Wochenende ständig unterwegs zu sein, raus wollte. Der Zeitpunkt war richtig. Jetzt habe ich endlich mehr Zeit für meine Frau und unsere beiden kleinen Töchter."

Quelle: NGZ
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