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Dormagen
Fähre "Piwipp" setzt jetzt über

Dormagen: Fähre "Piwipp" setzt jetzt über
FOTO: Jazyk, Hans
Dormagen. Insgesamt mehr als tausend Besucher verfolgten auf beiden Ufern, wie der Fährbetrieb zwischen Rheinfeld und Monheim wieder aufgenommen wurde. Der Verein "Piwipper Böötchen" hatte die Rheinfahrt initiiert. Von Carina Wernig

Rheinfeld/Monheim Hunderte Besucher sind am Samstag ans Rheinfelder Ufer zur Anlegestelle am Landgasthaus Piwipp gekommen, um bei der Wiederaufnahme des Fährbetriebs zwischen Rheinfeld und Monheim dabei zu sein. Gespannt warten sie wie die Hunderten von Zuschauern auf der gegenüberliegenden Rheinseite, dass das "Piwipper Böötchen" des gleichnamigen Vereins von Süden aus auf sie zukommt. Es herrscht Volksfeststimmung zur "Wiedervereinigung" durch den Brückenschlag.

Die Artillerie aus Horrem auf Monheimer Seite und die Schwarzen Husaren des BSV Dormagen am Rheinfelder Ufer begrüßen die Fähre mit Böllerschüssen, das Feuerlöschboot des Chemparks Dormagen spritzt Wasserfontänen, die Zuschauer applaudieren und jubeln, als die "Piwipp" zur ersten Überfahrt nach Dormagen übersetzt, um die Dormagener Delegation an Bord zu nehmen.

"Wir fühlen uns durch die zahlreichen Besucher sehr geehrt", betont Professor Dr. Heiner Müller-Krumbhaar, der Vorsitzende des Vereins "Piwipper Böötchen". Pfarrer Falk Breuer und Kaplan Florian Ganslmeier segnen in Monheim das Schiff, bevor Pate Patrick Schwarz-Schütte, dessen Vater Rolf Schirmherr des Vereins ist, das Boot auf den Namen "Piwipp" tauft.

Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ist begeistert. "Es ist toll, dass die Reaktivierung der historischen Fährverbindung 35 Jahre nach der Einstellung geklappt hat", lobt er den Verein "Piwipper Böötchen" und vor allem dessen Vorsitzenden Prof. Müller-Krumbhaar, der nicht nur Spenden gesammelt, sondern sich mit 25 Behörden wegen der Genehmigung auseinandergesetzt hat. Dafür verleiht Hoffmann ihm ein "Lotsen-Patent der Stadt Dormagen wegen der Umschiffung zahlreicher behördlicher Klippen". Nun seien beide Städte wieder direkter miteinander verbunden. "Das ist eine große Chance für den Tourismus", sagt Hoffmann. Sein Amtskollege Daniel Zimmermann, der die "Piwipp" für eine Überfahrt nach Dormagen nutzt, sagt: "Es ist spannend, jetzt die andere Stadt zu erkunden."

Genau wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der sich begeistert von der "flussübergreifenden Freundschaft" zeigt, ist auch Dormagens Wirtschaftsförderin Gabriele Böse sicher: "Die Fährverbindung hilft, die natürliche Grenze des Rheins zu überwinden, das führt sicher zu einem Impuls für den Tourismus." Einige testen die Fahrt gleich aus, aber zurzeit können nur sieben bis acht Personen mit Fahrrädern transportiert werden, bis Fragen zur Motorleistung und Rheinpatent geklärt sind.

(NGZ/rl)
 
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