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Dormagen
Familie Uhr im Einsatz für die Märchenspiele

Dormagen: Familie Uhr im Einsatz für die Märchenspiele
Melanie, Romeo, Aaliyah und Christian Uhr (v.l.) vor der Kulisse des Märchens "Das tapfere Schneiderlein" auf der Freilichtbühne Zons. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Am Sonntag starten die Märchenspiele auf der Freilichtbühne Zons in ihre zweite Saisonhälfte: Eine Zonser Familie ist mit dabei. Von Carina Wernig

Schon als kleiner Junge erlebte Christian Uhr die Märchenspiele in Zons als "etwas ganz Besonderes". Diese guten Erinnerungen hat der 37-Jährige nie vergessen, hat viele der märchenhaften Darsteller über die Jahre schätzen gelernt - und ist jetzt mit seiner vierköpfigen Familie Teil der Spielschar, die jeden Sommer ein anderes Märchen auf die Freilichtbühne Zons bringt. So auch am Sonntag, 7. August, wenn um 16 Uhr die Sommerpause der Märchenspiele beendet ist und das Ensemble "Das tapfere Schneiderlein" aufführt. Bis 11. September stehen noch zehn Vorstellungen an. Weitere Infos unter 02133 42274 oder www.freilichtbuehne-zons.de.

"Es macht sehr viel Spaß", sagt der Zonser Familienvater, der sich um die Technik der Aufführungen kümmert. "Es ist auch toll, dass ich mit den mir seit Kindheitstagen bekannten Schauspielern nun befreundet bin und eng mit ihnen zusammenarbeite", erklärt Christian Uhr. Auch seine Frau Melanie Uhr und die Kinder Aaliyah (10) und Romeo (20 Monate) sind begeistert von den Märchenspielen, bei denen sie als Darsteller auf der Bühne stehen - sogar der fast Zweijährige wird ab und zu integriert. "Allerdings macht er eher das, was er will", schränkt sein Vater Christian lachend ein. "Da bringen wir ihn lieber zur Oma", ergänzt Mutter Melanie Uhr.

Die Eltern von Christian Uhr komplettieren als Darsteller der "Lebenden Krippe" der Kultur- und Heimatfreunde Zons die Hobby-Schauspieler-Familie. Während Karin Uhr die Maria mimt, ist Hans Uhr nicht nur als Josef beim Krippenspiel, sondern auch als Organisator und Leiter der Mundarttheatergruppe der Kultur- und Heimatfreunde Zons aktiv.

Vor drei Jahren war Tochter Aaliya so fasziniert von den Märchenspielen, dass sie mitmachen wollte. "Da haben wir nachgefragt und sind aufgenommen worden", erinnert sich Melanie Uhr, die als Erzieherin in Seeberg arbeitet, an ihren ersten Auftritt bei Kalif Storch: "Ich habe sogar schwanger mitgespielt." Aaliyah stand als sprechender Frosch bei ihrer Premiere auf der Freilichtbühne bei "Kalif Storch", bei "Frau Holle" übernahm sie eine Tanzrolle, und jetzt beim tapferen Schneiderlein spielt die Zehnjährige die Schwester der Prinzessin. "Es ist toll auf der Bühne und auch nachher, wenn ich mit den anderen Kindern spielen kann", sagt Aaliya, die nach den Sommerferien von der Friedrich-von-Saarwerden-Grundschule auf die Sekundarschule wechselt. Die Zehnjährige tanzt gern Hip-Hop und bei der Garde der KG Rot-Weiß Feste Zons. Und da Aaliyah meinte, ihr Vater kenne sich mit Technik gut aus ("Mein Papa kann alles!"), ist Christian Uhr, der als Systemadministrator in Köln arbeitet, seit zwei Jahren Techniker der Märchenspiele - mit großem Aufwand: "Wir kümmern uns um die Musikeinspielungen, aber auch darum, dass die Mikrofone immer genau dann auf sind, wenn die Schauspieler reden - und nicht etwa die ganze Zeit", weist er darauf hin, dass die Sprechrollen "Handarbeit" für die Techniker bedeuten. Hinter der Bühne herrscht auch für die Darsteller oft Hektik beim Umziehen für neue Rollen.

Familie Uhr ist von März bis September an den Wochenenden mit Proben und Auftritten fast "ausgebucht". Es lohnt sich: "Es ist ein tolles Familien-Hobby für uns alle", sagt Christian Uhr.

Quelle: NGZ
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