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Dormagen
Familien-Leidenschaft für Kreatives steckt an

Dormagen: Familien-Leidenschaft für Kreatives steckt an
Carmenrita Dappen nimmt mit ihrem Mann Axel und Sohn Aaron (15) am "Kreativmarkt" der Initiative "Dormagen Kulturbunt" in der Kulle teil. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Egal, aus welchem Material - Carmenrita Dappen bastelt und handwerkt etwas Schönes daraus. Damit hat sie ihre ganze Familie angesteckt, die sie tatkräftig unterstützt. Von Vera Straub-Roeben

Von A wie Armbänder bis Z wie Zuckerblüten gab es gestern beim Kreativmarkt in der Kulturhalle, den Rica Kaczmarzyk zum zweiten mal für "Dormagen Kulturbunt" angeboten hat, viel selbsthergestelltes Kunsthandwerk und Bastelei. Dafür, dass viele Produkte, die mit dem Buchstaben K beginnen, vertreten waren, sorgte Carmenrita Dappen. Die, wie sie selbst sagt, "Ur-Einwohnerin von Nievenheim" ist der Inbegriff von Kreativität. "Es macht mir Spaß, mit meinen Händen etwas zu schaffen", sagt sie. "Und wenn mich dann noch jemand nach einer Idee fragt, ist das eine tolle Herausforderung."

Gemeinsam mit ihrem Mann Axel, den sie vor 37 Jahren am Besinnungstag der KJG kennengelernt hat, verarbeitet sie Bastelmaterial in kleine und große Kunstwerke: Kerzen, Karten, Kränze, Kugeln und Kissen sind nur einige davon. Das Kunsthandwerken lag Carmenrita Dappen von Anfang an: "Schon als Kind war ich immer gut in Handarbeit. Schwierig war es nur, dass mein Vater kein Handwerker war und ich nie Zeug hatte, aus dem ich etwas basteln konnte", sagt sie. "Aber ich habe mir immer etwas gesucht. Ich habe zum Beispiel eine Holzschatulle für meine Mutter gemacht. Ich fand sie toll und war sehr stolz - meine Mutter wohl weniger", erinnert sie sich. Bevor sie ein Projekt beginne, habe sie immer eine genaue Vorstellung - und die setzt sie 1:1 um. "Eine Skizze fertige ich höchstens für die anderen an, damit sie sich vorstellen können, was ich im Kopf habe. Für mich nicht."

In der Wohn- und Bastelstube ihres Hauses in Nievenheim türmen sich die kreativen Ergüsse: Lkw aus Pappe hier, wunderschön gestaltete Kerzen dort, blinkende kleine Weihnachtsbäume stehen neben Osterdeko oder Torten aus Pappe mit Platz für Überraschungen. Die gelernte Versicherungskauffrau, Mutter von vier ebenfalls sehr kreativen Kindern und der Mess- und Regelmechaniker können seine Pensionierung kaum erwarten: "Dann haben wir endlich die Zeit, die wir brauchen", sagt sie und lacht. "Langeweile ist für uns ein Fremdwort." Schließlich ist ihr Mann ihr bei vielen Arbeiten eine große Hilfe, vor allem wenn etwas am Computer erledigt werden muss. "Darin bin ich nicht gut", gibt sie zu.

Ist ein Projekt abgeschlossen, fällt es den Dappens nicht schwer, es aus den Händen zu geben. "Ich kann es ja neu machen", sagt sie pragmatisch. Bloß einmal durfte sie etwas nicht verkaufen: "Da war unser jüngster Sohn Aaron mit auf einem Markt, und ich wollte die Kerze, die ich für ihn gemacht habe, verkaufen. Er hat ganz heimlich das Preisschild abgemacht und gesagt: Die wollen wir behalten." Sie zeigt eine Geige inmitten von Ranken mit filigranen Rosen, mehr als acht Stunden Arbeit stecken darin. "Aaron ist sehr musikalisch, spielt Klavier, Gitarre und eben Geige. Besonders liebt die Familie Weihnachtslieder - deshalb kann es zu jeder Jahreszeit sein, dass "Jingle Bells" durchs Haus klingt. Doch zunächst steht der Herbst vor der Tür. "Herbstliches habe ich für den Kreativmarkt hergestellt. Ich finde es gut, dass es ihn gibt - denn dann kann man zeigen und bei anderen sehen, was man alles anfertigen kann."

Quelle: NGZ
 
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