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Dormagen
FDP: Fachtag zur Inklusion erster richtiger Schritt

Dormagen. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage für den Verband Bildung und Erziehung vergaben die befragten Lehrer der personellen Ausstattung und dem persönlichen Fortbildungsangebot zur schulischen Inklusion im Durchschnitt die Schulnote "mangelhaft". Zudem macht die Umfrage klar, dass nur drei Prozent der befragten Lehrer die Thematik in ihrer Ausbildung behandelt haben. "Dies sind genau die Probleme, die auch wir beim Thema schulische Inklusion sehen", fühlt sich der Fraktionsvorsitzende der Dormagener FDP, Karlheinz Meyer, bestätigt.

"Bereits 2013 haben wir auf die Planlosigkeit der Stadt in diesem Bereich hingewiesen und ein konkretes Inklusionskonzept gefordert, dem der Stadtrat auch gefolgt ist. Doch geschehen ist bisher nichts", so Meyer weiter. "Nur mit einem umfassenden Inklusionskonzept können frühzeitig notwendige Änderungen und Ziele diskutiert und umgesetzt werden", sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gerd Sräga. Auch müssen alle Lebensbereiche abgedeckt sein. "Es darf sich nicht ausschließlich auf Schule fokussiert werden, sondern es muss beispielsweise auch die Teilhabe bei Sport und Kultur in dem Konzept berücksichtigt werden", sagt Dirk Rosellen, stellvertretender Parteivorsitzender der Dormagener Liberalen.

Aus diesen Gründen begrüßt die FDP den Schritt der Stadt-Elternschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt am 18. Juni einen Fachtag zum Thema Inklusion zu veranstalten. "Wir hoffen, dass dies der längst überfällige, erste Schritte hin zu einem Inklusionskonzept ist", sagt Karlheinz Meyer.

Seiner Auffassung nach ist gerade für den Bereich Schule zunächst das Land gefordert, "die Voraussetzungen für einen inklusiven Unterricht an den Regelschulen zu schaffen, sei es in der Lehreraus- und -fortbildung oder durch mehr Inklusionsassistenten".

(schum)
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