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Dormagen
FDP fordert weiterhin ein Inklusionskonzept

Dormagen. Torsten Günzel spricht von Bauchschmerzen, die seine Partei habe, wenn es um die Themen Inklusion und Schulformen gehe. Daher standen die beiden Themen beim Stadtparteitag der FDP, wie der Stadtverbandsvorsitzende sagte, auch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Als Gast konnten die Liberalen die FDP-Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer begrüßen, die unter anderem Sprecherin für Schule und Weiterbildung ihrer Fraktion ist.

Gerade das Thema Inklusion läge der FDP sehr am Herzen, betonte Günzel und erinnerte daran, dass seine Fraktion deswegen bereits schon 2013 einen Antrag auf Erstellung eines Inklusionskonzepts gestellt habe. "Diesem Antrag hat der Stadtrat einstimmig zugestimmt. Leider hat die Stadtverwaltung diesen politischen Auftrag jedoch bislang nicht umgesetzt", so Günzel. Auch Gebauers Vortrag habe deutlich gemacht, dass das Tempo, mit dem die Landesregierung das Recht auf inklusive Beschulung durchgesetzt habe, zu Lasten der Qualität gehe. "Auch wir in Dormagen stehen hier vor Riesenherausforderungen", sagt Torsten Günzel. Denn noch lange gebe es dafür nicht die Stellen, die dringend benötigt würden.

Auch über die Schulformen diskutierten die Parteimitglieder auf ihrem Parteitag in Stürzelberg. Ihre große Sorge sei, dass die Entwicklung langfristig zur Schaffung einer Einheitsschule führe. "Wir waren damals gegen eine zweite Gesamtschule in Dormagen, weil deren Einrichtung langfristig zur Schließung eines unserer Gymnasien geführt hätte", ist sich der Stadtverbandsvorsitzende sicher. Zum neuen Beisitzer wählten die Liberalen an diesem Tag Hans-Georg Döring, nachdem Markus Fillinger zurückgetreten war.

(goe)
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