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Dormagen
FDP möchte "Dormagen bewegt sich" um Angebote erweitern

Dormagen. Die FDP-Fraktion will Dormagens ohnehin schon guten Ruf als Sportstadt weiter stärken und noch mehr Einwohner zu mehr Bewegung animieren. In der jüngsten Sitzung des Sportausschusses stießen die Liberalen mit ihrem Anliegen bei den anderen Politikern und bei der Stadtverwaltung grundsätzlich auf viele offene Ohren. Kurzfristig umgesetzt wird die Idee aber nicht.

Ursprünglich hatten Karlheinz Meyer und Gerd Sräga für die Liberalen beantragt, schon für den Sommer des kommenden Jahres das Projekt "Sport im Park" auch in Dormagen anzubieten, das es in anderen Städten in Deutschland bereits gibt. Dabei werden in der schönen Jahreszeit sportliche Aktivitäten organisiert, an denen die Bürger kostenlos teilnehmen können.

Die FDP sehe das als "willkommene Ergänzung zum Vereinsangebot", heißt es in dem Antrag. "Insbesondere Menschen, die aus finanziellen oder zeitlichen Gründen die Angebote der Vereine nicht wahrnehmen können oder wollen, können hier unter qualifizierter Aufsicht Sportangebote wahrnehmen und Übungen erlernen", schreiben Meyer und Sräga.

Im Ausschuss setzte sich ihr Parteikollege Torsten Günzel ebenfalls dafür ein, zumindest einen Versuch als Test zu starten. Aus dem Plenum wurde indes kritisch angemerkt, dass ein solches Angebot, gerade wenn es sich über einen längeren Zeitraum als über ein oder zwei Tage erstrecke, einigen Aufwand bedeute. Zum Beispiel müssen ausreichend Trainer und Übungsleiter zur Verfügung stehen.

"Ein Aktionstag wäre okay, aber bei längeren oder regelmäßigen Aktionen würde sich das sicher kein Verein in Dormagen gerne zusätzlich ans Bein binden", gab Claus Radke, Vorsitzender des Sport-Verbandes Dormagen, zu bedenken.

Joachim Fischer (SPD) verwies darauf, dass das Vereinsangebot in Dormagen aus seiner Sicht ausreichend sei. Er sehe deshalb überhaupt keine Notwendigkeit für eine Ausweitung. Die CDU und Andreas Buchartz sahen die Idee der FDP dagegen positiv.

Nach längerer Diskussion wurde schließlich ein Kompromiss gefunden: Es soll geprüft werden, ob das von der FDP vorgeschlagene Projekt mit der nächsten Großveranstaltung "Dormagen bewegt sich" kombiniert werden kann. "Dormagen bewegt sich" findet allerdings erst im Jahr 2019 wieder statt. Ihren Antrag zu "Sport im Park" stellte die FDP daraufhin freiwillig zunächst zurück.

(ssc)
 
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