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Dormagen
Fechtweltcup als Werbung für Sport

Dormagen. Das Junioren-Säbel-Turnier begeisterte die Zuschauer im TSV-Sportcenter. Von Carina Wernig

Wo sieht man Weltmeister und Olympiasieger - und höchst talentierte und engagierte Nachwuchssportler auf einem Turnier? Beim Internationalen Junioren-Säbel-Turnier des TSV Bayer Dormagen im Sportcenter am Höhenberg. Der 41. Preis der Chemiestadt Dormagen vereinte all dieses und war Werbung für die Sportstadt Dormagen: Rund 300 Sportler aus knapp 30 Nationen traten gegeneinander an - "Sie haben friedlich gefochten und tollen Sport gezeigt", wie TSV-Vorsitzender Karl-Josef Ellrich beim Empfang vor den Finals betonte.

Das sah auch Schirmherr Erik Lierenfeld so. Der Bürgermeister, der zum zweiten Mal die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen hatte, dankte allen Organisatoren und Sponsoren für ihre Arbeit: "Viele Helfer unterstützen den TSV, dieses Turnier hat einen großen Stellenwert seit 40 Jahren." Dass es dieses Mal für TSV-Fechter nicht für die Finalkämpfe gereicht hat, kommentierte Lierenfeld augenzwinkernd so: "Schön, dass sich der TSV auch da als guter Gastgeber präsentiert." Mit Sofia Pozdniakova aus Russland gewann die Tochter des Olympiasiegers Stanislav Pozdniakov, der 1991 das Dormagener Turnier ebenfalls gewonnen hatte - und am Samstag seine Tochter in Dormagen beglückwünschte.

Moderiert wurden die Halbfinal- und Finalkämpfe der weiblichen und männlichen Junioren vom Weltmeister-Trio aus Dormagen: Benedikt "Peter" Wagner begrüßte die Zuschauer in der Halle souverän, seine Kollegen Max Hartung und Matyas Szabo erläuterten immer wieder unterhaltsam und treffend die Wertungen und Aktionen der auf hohem Niveau fechtenden jungen Männer und Frauen. Eine Tanzgruppe der Tanzschule Dirk Reißer stimmte die Zuschauer mitreißend auf die Finals ein.

Beim Empfang hatte Matyas Szabo auf die letzten zehn Jahre des Fechtsports zurückgeblickt, befragt von Thomas Kempen und assistiert von Olaf Kawald, Sportlicher Leiter der Fechtabteilung des TSV. Kawald verriet, dass Matyas Szabo, dessen Eltern Vilmos und Reka Szabo ebenfalls Weltklasse-Fechter waren und nun Trainer sind, als Sechsjähriger mehr Trainingseinheiten gemacht hat als die Gleichaltrigen: "Matyas ist ein großer Kämpfer, immer noch." Um die Erfolge des Quartetts, zu dem auch Nicolas Limbach gehört, zu wiederholen, müssten laut Kawald "mehr Trainer-Kapazitäten geschaffen werden".

Quelle: NGZ
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