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Dormagen
Feuerwehr: Engstellen erschweren Einsätze

Dormagen: Feuerwehr: Engstellen erschweren Einsätze
An engen Stellen wie auf der Schulstraße in Stürzelberg muss die Feuerwehr fürchten, durch Falschparker beim Einsatz behindert zu werden. FOTO: A. Tinter
Dormagen. In Zons und Stürzelberg sorgen immer wieder falsch geparkte Autos für Probleme bei Rettungseinsätzen. Feuerwehr prüft Durchkommen. Von Carina Wernig

Es ist kein spezielles Zonser Problem, aber in den schmalen Altstadtgassen besonders auffällig: Falsch geparkte Autos können Rettungskräfte auf ihrem Weg zum Einsatz behindern. "Das kommt immer wieder vor, dass wir wegen zugeparkter Straßen nicht auf direktem Weg durchkommen", bestätigt Feuerwehr-Chefin Sabine Voss auf Nachfrage. Die engen Gassen der Zollfeste Zons seien eben im Mittelalter entstanden und nicht zu vergrößern. "Behinderungen der Einsatzkräfte durch Falschparker gibt es ab und zu im gesamten Stadtgebiet", weist Stadt-Pressesprecher Harald Schlimgen darauf hin, dass die Zufahrten und Durchfahrten, die für die Feuerwehr freigehalten werden müssten, auch schon mal zugestellt sind. "Im Rahmen der allgemeinen Kontrollen wird besonders auf diese Falschparker geachtet", erklärte er.

Auch die Dormagener Feuerwehr hat sich auf die Engstellen, zum Beispiel in Stürzelberg auf der Schulstraße und der Feldstraße, auch mit der Nutzung kleinerer Fahrzeuge eingerichtet, wie Sabine Voss erklärt: "Darauf sind wir eingestellt und nutzen dann tragbare Leitern und längere Schläuche, wenn wir mit den Wagen nicht direkt an den Brandherd fahren können." Regelmäßig überprüfe die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei auf sogenannten Befahrungen die Enge und Beschaffenheit der Straßen, um die Sicherheit zu gewährleisten. "Treffen wir dort auf ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge, wird reagiert", sagt die Feuerwehr-Chefin. Denn nicht nur die Brandbekämpfer werden ab und zu durch geparkte Autos behindert, für den Rettungsdienst gilt das gleiche.

Zuletzt hatte sich Kim Leiermann, Architekt und Brandschutz-Sachverständiger, an die Stadt gewandt und auf die Sicherheitsgefahr in der Altstadt in Zons hingewiesen. Er monierte die Feuerwehr-Behinderung durch falsch geparkte Autos in der Altstadt: "Grundsätzlich ist der Platz vorhanden, nur wird dort oft unerlaubterweise geparkt", benennt Leiermann als Hauptproblem in Zons. Das betreffe vor allem Grünwald-, Museum-, Turmstraße, Hohes Örtchen, Zehntgasse, die nördliche Hubertus straße und die östliche Mühlenstraße, die "durchaus breit genug für Feuerwehrfahrzeuge, auch in den Straßeneinmündungen, sind, wenn sie nicht zugeparkt würden". Er forderte dazu auf, dass das Ordnungsamt mehr kontrollieren sollte, "so dass die Altstadt für Feuerwehrfahrzeuge wieder befahrbar ist".

"Das Ordnungsamt kontrolliert regelmäßig, kann nur nicht rund um die Uhr überall sein", sagt Stadtsprecher Schlimgen. Auf Hinweise aus der Bürgerschaft zu Behinderungen durch falsch geparkte Autos in Feuerwehrbewegungszonen werde sofort reagiert.

Zurzeit läuft eine Befragung der Altstadtbewohner zur Neuregelung des (Anwohner-)Parkens in Zons. "Die eingereichten Anregungen und mögliche Zukunftslösungen werden von der Verwaltung in Kürze in einer Bürgerversammlung vorgestellt und mit den betroffenen Anwohnern besprochen", erklärte Schlimgen.

Quelle: NGZ
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