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Dormagen
Feuerwehr kritisiert "Elterntaxis"

Dormagen: Feuerwehr kritisiert "Elterntaxis"
Die Gohrer Feuerwehrkräfte kritisieren das rücksichtslose Verhalten von Eltern und Falschparkern. FOTO: Feuerwehr
Dormagen. Gohrer Feuerwehr: Eltern fahren und halten vor der Schule rücksichtslos.

Der "Denkzettel, den Klaus Güdelhöfer vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt entworfen hatte und der sich an Eltern richtet, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen und dabei ungeachtet der anderen Schüler Gehwege zuparken, stößt auch auf breite Zustimmung bei den Gohrer Feuerwehrfreunden, dem Förderverein des Gohrer Löschzugs. Entstanden war der Zettel nach einer Sitzung des Kinderparlaments, in dem die "Elterntaxis" Thema waren. Mittlerweile wird er von den Schülern morgens vor der Schule an die Eltern verteilt.

Auf Facebook schreiben die Feuerwehrfreunde: "Ja, auch wir beobachten manchmal mit Sorge die Situation vor den Toren unserer benachbarten Schule. Da kommen Schülerinnen und Schüler zu Fuß oder mit dem Fahrrad den ganzen Weg durchs Dorf. Schaffen es dank der Fußgängerampel sicher über die B477, um dann die letzten, aber gefährlichsten zehn Meter ihres Schulweges zu meistern. Dort, wo Elterntaxis teils ohne Rücksicht auf Rad- und Fußweg, Ampel und Bushaltestelle munter durcheinander parken um ,nur mal eben' das eigene Kind herauszulassen. Deshalb begrüßen auch wir die Aufklärungskampagne des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Dormagen. Die ,Denkzettel' sollen zum Denken anregen - und idealerweise zu Veränderungen führen."

Und dann erinnern die Feuerwehrfreunde daran, dass sich auch der Platz vor dem Feuerwehrhaus nicht als Parkplatz eigne. "Wer vor unseren Toren parkt, behindert den Einsatz schon, bevor er begonnen hat", schreiben sie und geben gleich einige Tipps: "Vielleicht fahrt ihr die Kinder nicht bis unmittelbar vor die Schule. Der ADAC berichtet, dass der Schulweg ein wichtiges Element zur Selbstständigkeit der Kinder im Straßenverkehr sei. Der Automobilclub empfiehlt den Eltern, die Kinder ein paar hundert Meter entfernt abzusetzen, damit sie noch einen Fußweg absolvieren können. Hierzu bieten sich beispielsweise der Kirchplatz oder auch der Parkplatz am Friedhof an."

(cw-/goe)
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