| 00.00 Uhr

Dormagen
Feuerwehr-Nachwuchs besteht Praxistest

Dormagen: Feuerwehr-Nachwuchs besteht Praxistest
Lagebesprechung: Die acht Einsätze für die Jugendfeuerwehrleute waren zwar simuliert, doch im Prinzip lief alles genauso ab wie bei echten Alarmierungen. FOTO: Jan Ohmen
Dormagen. Die Löschzüge Straberg und Delhoven lassen sich für die Sicherung ihrer Zukunft etwas einfallen. Eine Gruppe Feuerwehrleute organisierte einen Berufsfeuerwehrtag für rund 15 Kinder und Jugendliche mit simulierten Einsätzen. Von Stefan Schneider

Das klingt nach Spannung und Abenteuer - zumindest, wenn man zwischen elf und 16 Jahre alt ist: 24 Stunden einsatzbereit sein, acht Mal nach einem Alarm ausrücken, in einer Turnhalle übernachten... Eine Gruppe von rund 15 Nachwuchsfeuerwehrleuten aus Straberg und Delhoven konnten all' das jetzt einmal selbst erleben. Einige erwachsener Brandschützer aus den beiden Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr sorgten mit einem "Berufsfeuerwehr-Tag" dafür, dass die Kinder und Jugendlichen unter realen Bedingungen erfahren durften, wie es im Alltag von hauptberuflichen Feuerwehrmännern und -frauen zugehen kann und welchen Herausforderungen diese sich stellen müssen. Das Ziel der Aktion war es, den Nachwuchs an die Feuerwehr zu binden und darüber hinaus die Aufmerksamkeit von potenziellen Neuzugängen zu wecken. Denn Verstärkung können sowohl die Straberger, als auch die Delhovener Feuerwehr gebrauchen.

Den aufregendsten Einsatz hätten die jungen Brandschützer am Marienhof in Straberg gehabt, erzählt Feuerwehrmann Marco Patelka aus Straberg, einer der Betreuer. Dort brannte ein Strohballen. "Die Jugendlichen haben das prima gemacht. Sie haben das Stroh auseinandergezogen und gründlich gelöscht", sagte Patelka. Auch einen simulierten "Garagenbrand mit einer vermissten Person" im Gerätehaus Straberg gehörte zu den Herausforderungen, ebenso die Überprüfung der Einsatzfahrzeuge nach einer Wachübergabe am frühen Morgen. Den ursprünglich geplanten Nacht-Alarm ersparten die Organisatoren ihren jungen Kollegen aber. "Die waren nach den Einsätzen über Tag einfach müde. Da haben wir sie schlafen gelassen, statt sie wie beabsichtigt um 3.30 Uhr aus den Federn zu holen", berichtet Marco Patelka schmunzelnd. Genächtigt wurde in der Turnhalle nahe dem Gerätehaus Delhoven, das als "Hauptwache" diente. Dort wurde auch gemeinsam gegessen.

Praxis-Test: Die Teilnehmer aus Straberg und Delhoven lernten auch den Umgang mit Schläuchen.

Dem Berufsfeuerwehr-Tag lag ein Konzept zugrunde, das mit Dormagens Feuerwehrchefin Sabine Voss abgestimmt worden war. Als Hauptverantwortliche für das Projekt nannte Patelka Patrick Glaser aus Straberg und Helmut Bollmann aus Delhoven. Sie waren bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung vor allem von Armin Heide, von Patelka (beide aus Straberg) und von Christian Panitzke (Delhoven) unterstützt worden. Beim Berufsfeuerwehr-Tag selbst packten weitere Feuerwehrleute aus beiden Löschzügen mit an. Zeitweise waren bis zu acht Betreuer dabei.

Die Rückmeldungen der jungen Teilnehmer seien zu 90 Prozent positiv gewesen, sagt Marco Patelka. Insgesamt habe die Gruppe gut harmoniert, kleine Streitigkeiten seien die Ausnahme gewesen. Potentielle Neuzugänge bei den Jugendfeuerwehren seien immer willkommen, unterstreicht Patelka. Zum Beispiel mittwochs ab 17.30 Uhr an der Wache in Straberg und ebenfalls mittwochs ab 18 Uhr an der Wache in Delhoven. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jeder darf unverbindlich vorbeischauen.

Team-Building: An der Seite eines erfahrenen Feuerwehr-Kollegen fühlte sich der Nachwuchs gleich viel sicherer.
Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Feuerwehr-Nachwuchs besteht Praxistest


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.