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Rhein-Hochwasser in Dormagen
Feuerwehrleute aus Stürzelberg sichern UCT-Gelände

Rhein-Hochwasser in Dormagen: Feuerwehrleute aus Stürzelberg sichern UCT-Gelände
Vorsichtsmaßnahme: Gestern Morgen bauten Feuerwehrleute eine mobile Schutzwand bei UCT auf. FOTO: Feuerwehr
Dormagen. Die Einsatzkräfte aus dem Feuerwehr-Löschzug Stürzelberg sind ein eingespieltes Team. Entsprechend flott hatten sie gestern die Aufgabe erledigt, für die sie sich freiwillig zur Verfügung gestellt hatten, obwohl es sich nicht um einen klassischen Einsatz der Brandbekämpfer handelte. Von Stefan Schneider

Bis zum Mittag hatten sie auf dem Areal der Umschlag Container Terminal GmbH (UCT) an der Sachtlebenstraße eine mobile Hochwasserschutzwand aufgebaut. Die Barriere, die vorbeugend errichtet wurde, soll verhindern, dass das Wasser aus dem seit einigen Tagen über die Ufer getretenen Rhein auf das Betriebsgelände schwappt. Ob die Sicherung gebraucht wird, dürfte sich heute im Laufe des Tages herausstellen. Dann wird der Scheitelpunkt des Hochwassers in der hiesigen Region erwartet. Der Schiffsverkehr bei Köln wurde mittlerweile eingestellt.

Dormagens Deichgräf Joachim Fischer teilte nach der Besprechung in der Deichzentrale mit, dass die Entwicklung am Kölner Pegel (KP) auch unter Berücksichtigung der Zuflüsse vom Oberstrom wohl nicht erwarten lässt, dass eine Hochwassermarke von 9,50 Meter (KP) erreicht wird, so dass die Schließung von Deichtoren wahrscheinlich nicht erforderlich sein wird. "Sollte diese Situation trotzdem eintreten, ist der Deichverband gerüstet, nachdem im Sommer die Schließung eines Deichtores Gegenstand der jährlichen Hochwasserschutzübung war", versicherte Fischer.

Am heutigen Montag soll - Stand gestern - die Befüllung von mehreren Tausend Sandsäcken stattfinden. "Eine Aktion, die mit der Reservistenkameradschaft der Bundeswehr und dem Raphaelshaus durchgeführt wird", erläuterte der Deichgräf. Bei den Lagebesprechungen in der Deichzentrale werden die Aktionen abgestimmt. Teilnehmer sind die Leiter der fünf Bereiche entlang des Deiches, deren Vertreter, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und weitere Helfer. Außerdem hält der Deichverband über ein Alarmhandy Kontakt mit der Bezirksregierung.

Erschwerend bei der Kommunikation war laut Fischer, dass sowohl Internet, als auch Telefon des Deichverbandes gestern gestört waren. Die Telekom habe den Fehler im Außenbereich festgestellt, "was bedeutet, dass er wegen der dazu nötigen Tiefbauarbeiten nicht sofort behoben werden konnte", so Fischer. Die Deichzentrale ist vorerst nur über eine Rufumleitung auf ein Handy zu erreichen (02133 244901).

Quelle: NGZ
 
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