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Dormagen
Feuriger Swing in der Kulturhalle

Dormagen. Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr überzeugte. BSV war Mitveranstalter. Von Hansgeorg Marzinkowski

Martin Brans, der Vorsitzende des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dormagen, war überwältigt angesichts einer ausverkauften Kulturhalle zum Frühjahrskonzert des Blasorchesters. Neben dem stellvertretenden Bürgermeister Hans Sturm konnte er viel Prominenz begrüßen, darunter die gesamte Feuerwehrführung, den Chef des Löschzuges Mitte, Erik Heinen, und das amtierende Königspaar Rainer II. und Petra Schoo.

Erstmals war der Bürgerschützenverein Mitveranstalter des Konzertes unter dem Motto "alles. von classic bis pop." Brans lobte ausdrücklich die kreative Zusammenarbeit beider für Dormagen unverzichtbarer Institutionen. Dann aber gehörte die Kulle der Musik. Das rund 35 Musiker starke Orchester begann mit dem "Steinmetz-Marsch". Kapellmeister Karl Koch hatte nicht nur die Instrumentalisten vollkommen unter seinem Stab, sondern unterhielt auch das Publikum mit wissenswerten und humorigen Kommentaren: "Der dem Generalfeldmarschall von Steinmetz gewidmete Marsch wurde vom preußischen Militärmusiker Carl Bratfisch komponiert, der sich seinen Namen ganz sicher nicht selbst ausgesucht hat."

Die große französische Ouvertüre zur Oper "Der Kalif von Bagdad" zeigte auch, dass in den Reihen der Musiker talentierte Solisten sind. Das Duett der Klarinetten war wunderbar. Im "Trio" des allerdings zu schnell gespielten Reitermarsch des großen Kurfürsten gab es für Günther Holzberg (Trompete) ein attraktives Solo. Im an den großen Zapfenstreich erinnernden "Alte Dessauer" spielte der junge Trompeter Christopher Groß die Signale. In "Memory" von Rob Ares für Baritonsolo und Blasorchester spielte Alfred Plachta das Baritonhorn. Die rhythmisch durchgängige Wiederholung des Motivs der kleinen Trommel bei Ravels Orchester-Crescendo "Bolero" spielte exakt Lukas Schwarz, mit 14 Jahren das jüngste Orchestermitglied.

Über den grandiosen Spaß "Instant Concert" von Harold Walters, der in gut drei Minuten 30 bekannte Melodien vereinigt, bekam sehr unterhaltsame Musik dann ihren Platz. Ein Udo Jürgens-Medley, Songs von Michael Jackson und aus "Sister Act", Titel aus TV-Serien zum Mitraten und der jazzige "Tiger Rag" sorgten für reichlich Abwechslung. Zur guten Stimmung des Publikums trug sicher auch das opulente Buffet zur Pause und nach dem Konzert bei. So ließen viele den musikalischen Abend gemütlich ausklingen.

Quelle: NGZ
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