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Dormagen
Flüchtlinge bleiben bis zum 15. Oktober in der Turnhalle

Dormagen. "Vorerst für drei Wochen" hatte die Bezirksregierung am 27. Juli die Stadt Dormagen aufgefordert, eine vorläufige Erstaufnahmestelle für 150 Flüchtlinge im Auftrag des Landes einzurichten. Gestern teilte Bürgermeister Erik Lierenfeld mit, dass die Flüchtlings-Notunterkunft in der Turnhalle an der Beethovenstraße "zunächst bis zum 15. Oktober fortbestehen muss". Dazu hat die Bezirksregierung Düsseldorf nun die Stadt Dormagen um weitere Amtshilfe gebeten. Bald werde es Gespräche mit der Bezirksregierung und dem Innenministerium über die weitere Entwicklung geben, so Lierenfeld: "Es gibt nach wie vor das Bemühen, durch die Schaffung weiterer Kapazitäten in Landeseinrichtungen die Notwendigkeit der Erstunterbringung in Dormagen zu reduzieren."

Der Sportunterricht der Realschule am Sportpark wird in die Halle nach Zons verlegt (die NGZ berichtete). "Für den Sport im Freien können die Plätze in Horrem und Straberg genutzt werden", erklärt Schuldezernent Gerd Trzeszkowski. Zum Schulstart morgen stehen die Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Auch für Vereine hat die Stadt Ersatzlösungen gefunden. "Allen Beteiligten danke ich sehr für das gezeigte Verständnis", sagt Lierenfeld. "Wie insgesamt bei der Flüchtlingshilfe geht Dormagen auch dabei mit gutem Beispiel voran." Auch nach den Ferien hofft er auf hohen Einsatz der Mitarbeiter der Verwaltung und der Ehrenamtlichen: "Die Bereitschaft ist weiter hoch. Wir wollen den Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten helfen."

(cw-)
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