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Dormagen
Frauen-Doppelspitze bei Jungschützen in Horrem

Dormagen: Frauen-Doppelspitze bei Jungschützen in Horrem
Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn (l.) mit Stellvertreterin Marietta Barabás, Kassierer Dominik Grabowski und Schriftführer Valentin Berse. FOTO: L. Berns
Dormagen. Jungschützenmeisterin Sabrina Hahn möchte die "großen Fußstapfen", die ihr Vorgänger Martin Walczak hinterlassen hat, mit Leben füllen. Von Carina Wernig

Sie hat sich nicht unbedingt für ihr Amt beworben, sich aber auch nicht vor der Verantwortung gedrückt, als sie gefragt wurde: Sabrina Hahn ist die neue Jungschützenmeisterin der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Horrem. Ende 2014 wurde sie angesprochen, ob sie die Stellvertreter-Funktion übernehmen möchte. "Da mein Mann und mein Zug mir Unterstützung zugesagt hatten, habe ich kandidiert", berichtet die 32-Jährige. Und als jetzt im Sommer Jungschützenmeister Martin Walczak sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte, stellte sich "Sabby" Hahn erneut der Verantwortung für die rund 70 Mitglieder.

"Das sind große Fußstapfen, die ich mit Leben füllen muss", sagt die neue Jungschützenmeisterin über ihren Vorgänger Walczak: "Er hat sehr viel für die Jugend organisiert und auf die Beine gestellt." Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen macht ihr viel Spaß: "Bei uns geht es immer lustig zu." Als Wichtigstes sieht sie die Gemeinschaft an, auch wenn schießsportliche Erfolge schön seien. Sie ist froh darüber, dass sie bei den Schießen auch von Wolfgang Simon als Jugendschießmeister und ihrem XII. Jägerzug unterstützt wird. "Wir wollen das Wachsen der Jugendabteilung fortführen, dazu wollen wir in die Schule und die Kitas gehen und für uns und unseren Leitspruch ,Glaube Sitte Heimat' werben", sagt Hahn, die gerade den Jahresplan für 2017 mit dem Vorstand erstellt. Für die Edelknaben gibt es im nächsten Jahr einen Überraschungstag, für die Schülerschützen ein Übernachtungs-Wochenende im Frühjahr.

Dass Frauen bei den Horremer Schützen mitmarschieren, ist für Sabrina Hahn "zum Glück selbstverständlich" - der XII. Jägerzug ist ein gemischter Zug. Auch in der Vorstandsarbeit geht es "paritätisch" zu: Neben Hahn sind ihre Stellvertreterin Marietta Barabás, Jungschützenkassierer Dominik Grabowski und Jungschützenschriftführer Valentin Berse von der Mitgliederversammlung aller Horremer Schützen in ihren Ämtern bestätigt worden. Bereits am 10. September hatte die Jugendabteilung ihre Wahl getroffen. "Aber erst jetzt fühle ich mich legitimiert", erklärt "Sabby" Hahn.

Die 32-Jährige ist eine "Rundum-Dormagenerin": Geboren in Dormagen, aufgewachsen in Zons, wohnt sie jetzt mit ihrem Mann in Delhoven. Durch ihre Großeltern, die in Horrem wohnen, hatte sie früh Kontakt zum dortigen Schützenfest, wie sie sich erinnert: "Ich habe immer in Horrem das Feuerwerk und den Fackelzug geguckt." Ihr Ehemann Tobias Hahn ist außer im Horremer XII. Jägerzug auch Schütze in Neuss-Grefrath. Beide sind bei den Johannitern in Neuss ehrenamtlich aktiv, worüber sie sich auch kennengelernt haben: Er ist Zugführer, sie Truppführerin für die Verpflegung. "Da sind die Sommermonate bei uns ausgebucht", erklärt die gelernte Hotelfachfrau lachend. Sie ist nach ihrem berufsbegleitenden BWL-Bachelor-Studium zurück in die Hotelbranche gegangen, wo sie nun im Swissôtel in Neuss in der Sachbearbeitung und im Kreditorenbereich arbeitet.

Quelle: NGZ
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