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Dormagen
Frauen unterstützen Flüchtlinge

Dormagen. Geschenke in Hackenbroich, Frühstück im Johanneshaus in Delrath.

Da waren die Flüchtlinge, die zurzeit in der Alten Schule Hackenbroich untergebracht waren, doch sehr überrascht, als gestern Morgen Mitglieder der örtlichen Frauengemeinschaft (kfd) mit vielen Tüten in die Unterkunft kamen. Für die elf Kinder hatten sie gefüllte Osternester dabei, für die Erwachsenen je einen gebackenen Osterkranz mit einem bunten Ei. "Vergangene Woche gab es im Seniorentreff nach der Messe Kaffee und Kuchen. Wir hatten viel zu viel und kamen auf die Idee, den Kuchen den Flüchtlingen zu geben. Die Kinder fragten uns sofort, ob wir für ihre Eltern auch ein Stück hätten. Über die Freude waren wir sehr gerührt", sagt Lore Rieck von der kfd. Und so planten die Frauen gleich die nächste Überraschung. "Es ist einfach schön zu sehen, mit wie wenig man so viel Freude schenken kann", so Rieck und sie rät auch anderen: "Einfach zur Unterkunft gehen und die Menschen ansprechen. Sie haben so viel hinter sich, ihre Zukunft ist ungewiss und sie sind so dankbar für jede Aufmerksamkeit", sagt Lore Rieck.

Mitte der Woche waren 27 Flüchtlinge ins Johanneshaus in Delrath gekommen, um mit 15 Ehrenamtlern zu frühstücken. An diesem Vormittag stand nicht in erster Linie die Vermittlung der deutschen Sprache im Vordergrund: "Es ging hauptsächlich darum, sich wohlzufühlen in der Gemeinschaft und miteinander zu reden, Scheu und Angst zu überwinden, Anschluss zu finden und vieles mehr", sagte Annette Brüggemann, Teamsprecherin des Café Grenzenlos. All das funktioniert besonders gut in einer warmherzigen Umgebung und bei einem leckeren Essen. Dazu hatten Lilo und Manfred Puchelt aus dem Dormagener Weltladen fair gehandelte Produkte mitgebracht: Kaffee aus Äthiopien, Darjeeling-Tee aus Indien, Honig aus Mexiko, Orangensaft aus Brasilien, Datteln aus Tunesien und vieles mehr. Hinzu selbsthergestellte leckere Marmeladen aus heimischen Gärten. Brüggemann: "Auch mit diesem Frühstück wollten wir unseren Flüchtlingen vermitteln, willkommen zu sein."

(goe/schum)
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