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Dormagen
Frauenberatungsstelle weiter ausbauen

Dormagen: Frauenberatungsstelle weiter ausbauen
Vor genau einem Jahr eröffnete die Frauenberatungsstelle eine Dependance in Dormagen (v.l.): Vorstandsmitglied Gerta van Oost, Beraterin Fleur König und Geschäftsführerin Janne Gronen vom Verein "Frauen helfen Frauen". In der Alten Apotheke fühlen sich der Verein und die Kundinnen wohl. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Nach dem ersten Jahr in der Außenstelle Dormagen zieht der Verein "Frauen helfen Frauen" ein positives Fazit. Von Carina Wernig

Vor einem Jahr eröffnete der Verein "Frauen helfen Frauen" eine Außenstelle der kreisweit tätigen Frauenberatungsstelle in Dormagen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz, unser Beratungsstunden-Angebot war zu fast 90 Prozent ausgelastet", zieht Geschäftsführerin Janne Gronen eine positive Bilanz. So denke der Verein daran, das Angebot in Dormagen auszuweiten und demnächst ein neues Gruppenangebot für Frauen in Trennung- und Scheidungssituationen ins Leben zu rufen. "Der Kontakt zu anderen Frauen mit ähnlichen Problemen, die sie zum Teil schon bewältigt haben, kann sehr hilfreich sein", erklärt Gronen, die für diese Erweiterung des Angebotes auf Spenden angewiesen ist.

Den Besprechungsraum im Erdgeschoss der Alten Apotheke an der Kölner Straße in der Dormagener Innenstadt nutzt die Beraterin Fleur König gern, allerdings nicht mehr, wenn es um die verabredeten Beratungsgespräche geht. "So schön das offene Angebot des Netzwerks Alte Apotheke auch ist, um die Anonymität der Frauen zu gewährleisten, können wir inzwischen einen anderen Raum in der ersten Etage des Hauses nutzen", erläutert König. Der Raum sei auch über einen separaten Eingang zu erreichen.

Im ersten Jahr kamen in Dormagen rund 90 Frauen im Alter zwischen 20 und 73 Jahren zu ihr, um sich Rat und Hilfe zu suchen. Die Themen waren so vielseitig wie auch in der Zentrale der Frauenberatungsstelle in Neuss und der anderen Außenstelle in Grevenbroich: "Frauen kommen mit Beziehungsproblemen, Ängsten, Gewalterfahrungen, Trauer oder Sorgen nach Scheidung und Trennung in unsere Beratungsstelle", führt die Sozialpädagogin aus. Nach telefonischer Absprache (02131 271378) werden die Gesprächstermine vergeben. "Das funktioniert sehr gut, die Dormagenerinnen sind sehr verlässlich", sagt Fleur König. Auch aus dem Kölner Norden, aus Stommeln und Pulheim baten Frauen um Hilfestellungen durch Beratung.

Diese gute Annahme zeige, wie wichtig es sei, ein solches Beratungsangebot in den einzelnen Kommunen vorzuhalten, betont Janne Gronen: "Da ist großer Bedarf vorhanden, das haben wir in den ersten Jahren etwas unterschätzt." In Neuss gab es die Frauenberatungsstelle schon seit 30 Jahren, bevor die erste Dependance vor fünf Jahren in Grevenbroich eröffnet wurde. Janne Gronen fühle sich mit der Beratung und dem Verein im Netzwerk Alte Apotheke und in ganz Dormagen "sehr gut aufgenommen und angenommen". In Dormagen herrsche eine gute Vernetzung, gerade im sozialen und gesellschaftlichen Bereich: "Hier engagieren sich viele Leute für andere." Dieser Eindruck habe sich auch beim Netzwerktreffen "Dormagen Inside" der "Initiative Dormagen" verstärkt, an dem sie im März zum ersten Mal teilgenommen hätten. Auch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Dormagen, Anja Stephan, sei die Beraterin weiter im Gespräch, um wichtige Themen für Frauen gemeinsam aufzugreifen.

Am Mittwoch, 9. Mai, bietet Rechtsanwältin Jutta Dubberke, Vorstandsmitglied von "Frauen helfen Frauen", ab 16.30 Uhr den Rechtsvortrag "Voraussetzungen bei Trennungen/Scheidungen" in der Alten Apotheke an, an den sich ein gemeinsames Essen anschließt. Auch da gilt: Anmeldungen über die Zentrale in Neuss.

Quelle: NGZ
 
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