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Dormagen
Frauenzimmer Dormagen wird im März geschlossen

Dormagen. Für viele Dormagener Frauen wird es eine traurige Nachricht sein: Das Frauenzimmer an der Römerstraße wird für immer geschlossen. Das teilte Gründerin Hilde Jendrny gestern mit. Von Stefan Schneider

Es ging um Emanzipation, um Gleichberechtigung in Arbeitswelt und Politik, um Gewalt in Ehe und Partnerschaft, aber auch ums Alleineleben und Unterhaltsregelungen. Das Spektrum der behandelten Frauenthemen war riesig in den vergangenen drei Jahrzehnten. Vieles wurde erreicht, manche Probleme haben sich erledigt. Jendrny und ihre Mitstreiterinnen glauben, dass nun ein guter Zeitpunkt ist, die Arbeit zu beenden. "Alles hat seine Zeit. Einige aus unserem Team wollten aufhören, und der Nachwuchs ist auch nicht da. Deshalb erschien es uns richtig, jetzt den Schnitt zu machen", sagt sie. Dass die Abschiedsfeier auf den 8. März (ab 12 Uhr im Frauenzimmer) terminiert wurde, hat seinen Grund. Denn der 8. März 1983 war der Tag, an dem das Frauenzimmer als Treffpunkt für Frauen in Dormagen eröffnet wurde. Exakt 33 Jahre später schließt sich nun der Kreis. Eine große Portion Wehmut sei dabei, gibt Jendrny zu: "Immerhin haben viele der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen einen Großteil ihrer Lebenszeit in und mit dem Frauenzimmer verbracht." Monatliche Treffen soll es aber weiterhin geben.

Alle Wegbegleiter seien zur Abschiedsfeier mit Sekt und Häppchen eingeladen. Am 1. Februar soll der Ausverkauf sämtlicher im Frauenzimmer noch vorhandener Teile beginnen - zum Stückpreis von einem Euro. Sollte ein Guthaben übrigbleiben, gehe dies an den Verein "Frauen helfen Frauen" in Neuss, den Träger der Frauenberatungsstelle im Rhein-Kreis.

Quelle: NGZ
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