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Dormagen
Freundeskreis Raphaelshaus stellt seine Projekte vor

Dormagen. Die Arbeit des Jugendhilfezentrums soll unterstützt werden. Eine eigene Homepage steht kurz vor dem Start.

Vor 16 Monaten wurde der Freundeskreis Raphaelshaus gegründet, seither unterstützen die rund 20 Mitglieder um den Vorsitzenden Chris Stoffels die Arbeit des Dormagener Jugendhilfezentrums. "Wir sind kein Spendensammelverein", stellt Stoffels nach der Jahreshauptversammlung heraus: "Wir legen großen Wert auf persönliches Engagement und wollen die hervorragende professionelle Arbeit des Raphaelshaus-Teams weiter bekannt machen und unterstützen." Dies sei im ersten Jahr bereits gut angelaufen. "Ich bin sehr zufrieden", sagte der Vorsitzende.

Zur weiteren Verbreitung der Arbeit und guter Vernetzung in der Gesellschaft gehört eine eigene Homepage des Freundeskreises, die zurzeit eingerichtet wird. "Sie soll in den nächsten Tagen bereits online gehen", meint Stoffels. Die nächste Maßnahme des Vereins ist das Mitmachen beim Sommerfest des Jugendhilfezentrums: Da stiftet der Freundeskreis wie im Vorjahr den Fairness-Pokal für engagierte Raphaelshaus-Bewohner.

Im ersten Freundeskreis-Jahr waren die Auftritte der Zirkusgruppe des Hauses beim Michaelismarkt und der Abend mit den Reiseberichten von André Schumacher besondere Erfolge. "Ich muss sagen, ich habe noch nie rund 200 Kinder und Jugendliche für zwei Stunden in absoluter Ruhe und Konzentration erlebt", so Stoffels. Allerdings sollen diese Veranstaltungen eins nicht sein: Eine Einmischung in die professionelle Arbeit des Raphaelshauses, so Stoffels: "Das überlassen wir den Fachkräften des Jugendhilfezentrums."

Dem Vorstand des Freundeskreis gehören an: Vorsitzender Chris Stoffels, sein Stellvertreter Ekkehard Seegers, Geschäftsführer Erik Lierenfeld, Kassierer Peter-Olaf Hoffmann, Schriftführer Harald Schlimgen sowie in beratender Funktion Raphaelshaus-Direktor Hans Scholten und Bereichsleiter Marco Gillrath. "Wir Dormagener stehen hinter dem Raphaelshaus", gab Stoffels bereits bei der Gründung das Ziel aus: "Das soll ein Signal sein, dass das Raphaelshaus in der Gesellschaft verankert ist", spielte Stoffels auf die Kritik am NRW-Justizministerium für das schnelle Aus für das Modellprojekt "Jugendstrafvollzug in freien Formen" im Raphaelshaus nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter den jugendlichen Straftätern einen Bordell-Besuch gewährt hatte.

(cw-)
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