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Dormagen
Fünf Flüchtlingsfamilien kündigten freiwillige Ausreise an

Dormagen. In Dormagen gab es im vergangenen Jahr Rückführungen von 25 Asylbewerbern. In diesem Jahr noch keine. 69 Asylbewerber sind freiwillig ausgereist, dieses Jahr einer. "Fünf Familien vom Westbalkan, insgesamt 22 Personen, haben ihre freiwillige Ausreise angekündigt", erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld im Hauptausschuss. Damit beantwortete er eine von acht Fragen, die die Zentrumsfraktion zur Lage der Flüchtlinge in Dormagen gestellt hatte. Aktuell leben 823 zugewiesene Asylbewerber in Dormagen, in diesem Jahr wurden bisher 63 neue Flüchtlinge zugewiesen. Die Planungen für die neuen Flüchtlings-Unterkünfte werden in den nächsten Sitzungen des Eigenbetriebsausschusses und des Hauptausschusses vorgestellt, die Aufträge für die ersten beiden Unterkünfte sind vergeben, die drei nächsten stehen vor der Vergabe.

"Wie prüft die Stadt die Identität der Flüchtlinge?", fragte Zentrums-Fraktionschef Hans-Joachim Woitzik. Wie Erster Beigeordneter Robert Krumbein erläuterte, diene das Asylverfahren dazu, das Bleiberecht festzustellen. Das sei Aufgabe des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. "Aktuell halten sich etwa 14 tatsächlich ausreisepflichtige Personen ohne gültigen Identitätsnachweis in Dormagen auf", erklärte die Stadt. Lierenfeld wies darauf hin, dass nicht grundsätzlich alle Asylbewerber aus dem Kosovo oder Albanien, deren Zahl in Dormagen stark zurückgehe, ohne Bleiberecht seien. Wie er erklärte, will sich der Städte- und Gemeindebund dafür einsetzen, die bisher für kreisangehörige Städte ungerechte Verteilung der Flüchtlinge innerhalb NRWs zu überarbeiten.

Integration durch Sprache, Bildung, Arbeit: Die Stadt hat die Integrations-Konferenz mit Fachleuten, Ehrenamtlichen, Verbänden und Politik für Samstag, 5. März, terminiert. Danach könnten einzelne Ideen bereits in den Ausschüssen im Frühjahr besprochen werden.

(cw-)
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