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Dormagen
Galerie-Werkstatt zeigt japanische Keramikkunst

Dormagen. "Meiner Meinung nach liegt die Schönheit der Werke im Auge des Betrachters", sagt Robert Garhammer (61), Fachbereichsleiter Keramik beim Kunstverein Galerie-Werkstatt. "Jedes Stück ist ein Unikat, penibel perfektioniert oder abstrakt und grob in der Aufmachung, das ist jedem Künstler selbst überlassen." Von Natalie Ryba

Unter dem Titel "Feuer, Raku, Rauchbrand" stellen Mitglieder des Kunstvereins bis zum 22. Oktober ihre Keramik-Werke aus. Raku ist eine spezielle japanische Brenntechnik aus dem 16. Jahrhundert. Hier geht es um das intensive Zusammenspiel von Feuer, Wasser, Luft und Erde. In den 1920er Jahren wurde das japanische Raku von den Amerikanern abgewandelt und somit ein eigener Stil, das "westliche Raku", entwickelt. Bereits gebrannte Objekte werden glasiert, auf 1000 Grad Celsius erhitzt und noch rotglühend aus dem Ofen genommen. Beim kurzen Abkühlen an der Luft entstehen durch das hörbare Knacken die charakteristischen schönen Craquelés (Risse). Anschließend werden die Werke in Gefäße mit leicht brennbaren Materialen gelegt, geräuchert und geschwärzt. Nach der ersten Reinigung werden unterschiedliche Effekte und Farben sichtbar. Insgesamt werden bei der Ausstellung mehr als 70 Objekte präsentiert. Besucher und Kunstliebhaber haben freien Eintritt und die Möglichkeit, Objekte zu kaufen. Für Sonntag, 17. Oktober, lädt der Verein ab 12 Uhr zur Finissage ein. Ab dem 24. Oktober werden Skulpturen gezeigt.

Der Kunstverein hat circa 300 Mitglieder und 56 Zugehörige in der Keramik-Gruppe. Für Interessierte lohnt es sich, im großen Seminarangebot des Vereins zu stöbern.

Öffnungszeiten der Ausstellung samstags/sonntags von 11 bis 17 Uhr und bei geöffneten Ateliers.

Quelle: NGZ
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