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Dormagen
"Geburtstagsorgel" und Orchester sorgen für Feststimmung

Dormagen. Vor einem Jahr wurde die neue Orgel in der Dormagener Christuskirche eingeweiht. Das ist zwar eigentlich kein Jubiläum, doch Christuskirchenkantorin Christine Marx hat mit Unterstützung des Presbyteriums aus Anlass des 1. Geburtstages gleich sechs Orgelfestkonzerte eingerichtet, die im Laufe dieses und des nächsten Monats, zum Teil in der "Reihe 8", durchgeführt werden.

Das erste Konzert sorgte jetzt "mit Pauken und Trompeten" für wahrhaft festliche Stimmung in der gut besuchten Kirche. Zu Gast war das Löricker Kammerorchester aus Düsseldorf, das fester Bestandteil des linksrheinischen Musiklebens ist und seit einigen Jahren sogar im Rhein-Kreis Neuss beheimatet ist, nämlich in der evangelischen Kirchengemeinde Meerbusch-Büderich. Die "Sinfonia" aus dem Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach war der festliche Auftakt. Dabei verfügte das Orchester über ausnahmslos exzellente Solisten. Makellos strahlend die drei Bachtrompeten (Florian Chamot, Janek Lamers, Katja Brückenkamp), im "Adagio" eine milde Solo-Oboe (Petra Naethbohm) und ein keck aufspielendes Fagott (Kornelia Borcsik). Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek dirigierte genau und samtweich, und so spielte auch das ganze Orchester.

Nun ging es zuallererst aber um die Orgel. Und das auch architektonisch interessante Instrument wurde gewürdigt mit dem "Konzert G-Dur" (op. 26) für Orgel, Streicher und Basso continuo des Bach-Zeitgenossen Michel Corrette. Den Orgelsolopart spielte Ansgar Schlei, Kantor am Willibrordi-Dom in Wesel. Der erste Satz war mit einer Waldflöte etwas scharf registriert, die folgenden Sätze aber in angemessener Stimmung zum Orchester. Ein barockes "Concerto h-Moll" von John Stanley gab vor allem Karsten Rauhaus (Violoncello) Gelegenheit zu virtuoser Souveränität und zum wunderbaren Dialog im dritten Satz mit der Solovioline (Astrid Nye). Zweifellos der Höhepunkt waren instrumentale Werke aus vier Bach-Kantaten, die zu einem "Pasticcio sinfonico" zusammengestellt waren und die wiederum hervorragende Solisten hatten, vor allem in den Bläsern.

Darunter war auch eine leider nur sehr kurze Sinfonia mit Blockflöte (Frank Meixner). Im Tutti des gesamten Orchesters bei der Kantate "Wir danken dir, Gott" kam auch nochmals die Geburtstagsorgel zu einem stimmungsvollen Solo in der Christuskirche.

(nima)
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